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Weihbischof Otto Georgens zu Gast in Elmstein

Jakobus Forum Elmstein
Weihbischof Otto Georgens zu Gast in Elmstein


von Links nach rechts: Rita Schelder, Weihbischof Otto Georgens, Friedel Reichard, Pfr. Franz Neumer, Kaplan Anthony Reddy Anchuri

Es ist ein Zufall, oder vielleicht auch göttliche Fügung, dass der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper in den Tagen des Konklaves sein Zimmer im Gästehaus Santa Maria auf dem demselben Flur hatte wie Kardinal Bergoglio, dem heutigen Papst Franziskus. Als er eines Abends den Erzbischof von Buenos Aires traf, überreichte er ihm eine frisch gedruckte spanische Ausgabe seines Werkes „Barmherzigkeit. Grundbegriff des Evangeliums – Schlüssel christlichen Lebens“. Bergoglio nahm es und sagte: „Misericordia questo il nome des nostro deo –Barmherzigkeit, das ist der Name unseres Gottes. Tage später fanden Äußerungen daraus den Weg auf den Petersplatz was erahnen ließ, dass Papst Franziskus das Buch während des Konklaves gelesen hat. Sicherlich hat Papst Franziskus das Thema Barmherzigkeit schon früher entdeckt, vielleicht war es aber die Inspiration zu seiner Ausrufung des Heiligen Jahres vom 8. Dezember 2015 bis zum 20. November 2016.

Über das Jahr der Barmherzigkeit, dessen Inspirationen aus der Bibel, Konsequenzen für die Kirche sowie für uns alle referierte Weihbischof Otto Georgens am Dienstag, den 10. Mai in der kleinen Kirche Mariä Heimsuchung in seinem Vortrag „Mehr als ein Schlagwort – Barmherzigkeit, Inspirationen und Anstöße“, zu dem das Jakobus Forum Elmstein einlud. Rita Schelder, Vorsitzende des Forums begrüßte den Weihbischof und leitete zum Vortrag hin. Dieser basierte auf sieben Punkten. Zum einen die Beschreibung und den Ansporn überhaupt ein Jahr der Barmherzigkeit auszurufen, zum zweiten „Was heißt Barmherzigkeit“. Ebenso die Analyse über Anstöße und Inspirationen in der Bibel zum Thema. Des Weiteren ein Vergleich von Barmherzigkeit im Bezug zur Gerechtigkeit, mit privaten Geschichten und Erinnerungen des Weihbischofs. Welche Folgen hat die Kirche in der Umsetzung mit Barmherzigkeit – gerade im Umgang mit Geschiedenen und Wiederverheiraten – kam ebenso zur Sprache wie die konkrete Behandlung der Barmherzigkeit mit lieblichen, geistlichen und weltlichen Werken. Weihbischof Otto Georgens schloss sein Referat mit einer Anekdote aus Schweigen-Rechtenbach. Diese handelte von einem Pfarrer der an seinem Beichtstuhl das Schild anbrachte „Letzter Beichtstuhl vor der Grenze“ in Anspielung auf die Nähe zu Frankreich und den darunter angebrachten Zusatz “Doch Gottes Barmherzigkeit ist grenzenlos“. Die interessante Vorstellung fand sein Ende mit der Übereichung eines Weinpräsentes an den Weihbischof durch Friedel Reichard.

 

von Yvonne Faß

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