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Normandie – Bretagne – Insel Jersey – Paris


Normandie – Bretagne – Insel Jersey – Paris
Deutsche Geschichte eindrucksvoll erlebt

        

        

     
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Der 35. Mehrtagesausflug der Weidenthaler „Alte Herren“  führte zu eindrucksvollen und nachdenklich stimmenden Zielen deutscher Geschichte an der Westküste Frankreichs und auf der britischen Kanalinsel Jersey. In der Schlacht um die Normandie vom 6. Juni bis 21. August 1944 legten hier die Alliierten die Grundlage für die Befreiung Europas von Hitler-Deutschland.

Mit seinen prachtvollen Fachwerkbauten, den engen Pflasterstraßen und der gewaltigen gotischen Kathedrale gleicht die rund 112.000 Einwohner zählende Hafenstadt Rouen an der Seine eher einem Freilichtmuseum als einer Metropole.

Bei einer Führung wurden die interessantesten Bauwerke von Rouen besichtigt und vorgestellt. Neben der Cathédrale Notre-Dame unter anderem der große Uhrenturm aus dem 14. Jahrhundert, das Pest-Beinhaus, die Rue Saint Romain, die ehemalige Abteikirche Saint Maclou und der 1509 erbaute Justizpalast. Am Place du Vieux-Marché wurde am 30. Mai 1431 die französische Nationalheldin Jeanne d´Arc verbrannt. An die Jungfrau von Orléans erinnern heute eine Kirche mit Gedenkstätte.
An der Mündung der Seine in den Ärmelkanal liegt das malerische Fischerdorf Honfleur. Hier muss man einfach einen Zwischenstopp einlegen. Die Kaffeepause im alten Hafen hätte durchaus noch länger ausfallen dürfen.

Nach der Übernachtung in Caen, der mit 110.000 Einwohnern größten Stadt des Départements Calvados, wurde die Weiterreise dann ernsterer und besinnlicherer Natur. Es folgte ein Tag Geschichtsunterricht an der Landungsküste, der Côte de Nacre, bekannt auch als Juno Beach. Hier landeten am D-Day 6. Juni 1944, um 8.00 Uhr, die 3. Kanadische Infanteriedivision und die 2. Kanadische Panzerbrigade.

Beim kurzen Halt am Juno Beach Center in Courseulles-sur-Mer konnten erste bedrückende Eindrücke der an den Stränden der in der Normandie stattgefunden Menschen- und Materialschlachten gesammelt werden. Eine Bucht weiter ging die 50. Britische Infanteriedivision an Land. Beim wunderschönen Touristenörtchen Arromanches an der Gold Beach sind noch viele Überreste der damaligen Geschehnisse zu sehen. Zeugnisse eines unseligen Krieges.

Ein paar Kilometer weiter kann man vier große Batterien samt Geschützen bei Longues-sur-Mer besichtigen. Die Bunker der Deutschen Wehrmacht konnten letztendlich der Übermacht der landenden Alliierten nichts entgegensetzen.

Der jungen französischen Reiseleiterin stockten bei ihren Erzählungen immer wieder die Worte und beim Deutschen Soldatenfriedhof La Cambe konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Auch für hartgesottene „Wackeraner“ berührende Szenen. Madmoiselle Elise hat erkannt, wie wichtig heute ein geeintes und friedvolles Miteinander in Europa und auf der Welt ist.  Auf dem sehr gepflegten Friedhof ruhen 21.160 gefallene deutsche Soldaten. Die Anlage wurde am 21. September 1961 eingeweiht.
Elise war auch am nächsten Tag wieder dabei. Mit dem weltberühmten Klosterberg Mont-Saint-Michel wartete eine der größten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs auf die Pfälzer Reisegruppe. Die lange Geschichte des Klosters soll im Jahre 708 begonnen haben, als Aubert, der Bischof von Avranches, auf dem Mont Tombe ein Heiligtum zu Ehren des Erzengels errichten ließ.

Die Hauptstraße des am Fuße des Mont gelegenen Dorfes schlängelt sich hinauf zur Abtei, die hoch oben auf dem Felsen thront. Ein gewaltiger Treppenaufgang führt vom Dorf zum Kloster. Als uneinnehmbare Verteidigungsanlage im Hundertjährigen Krieg ist der Mont-Saint-Michel auch ein Beispiel militärischer Architektur. Seine Wälle und Befestigungen trotzten jedem englischen Ansturm und verliehen dem Berg Symbolwert für die nationale Identität.

Die Mittagspause im Fischerdörfchen Cancale bei Austern, Muscheln und anderen Spezialitäten war wieder so richtig nach dem Geschmack der AH-Feinschmecker. Der romantische Hafen zwischen Mont-Saint-Michel und Saint Malo zeigt sich wie aus dem Bilderbuch. Kleine Bars und Tavernen reihen sich aneinander wie Perlen an einer Kette.

Ein wunderschöner Tag endete dann im Festungsstädtchen Saint Malo. Eine Wanderung durch die engen Gassen der Korsarenstadt, oder auf der mächtigen Festungsmauer, gehört mit zum Schönsten was man in der Bretagne unternehmen kann. Tolle Pubs inklusive. 

Nächster Höhepunkt tags darauf, die Schifffahrt zur britischen Insel Jersey. Die südlichste und größte der Kanalinseln ist eine wahre Naturschönheit. Strände und Küsten sowie eine Sehenswürdigkeit nach der anderen machen Jersey zu einem wahren Urlausparadies. Im Rahmen einer Busrundreise über die Insel konnte man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erleben und kennen lernen.

Das Hafenstädtchen Gorey ist einer der schönsten und durch das exponiert gelegene Mont Orgueil Castle auch touristischsten Orte der Insel. Fotomotiv Nummer 1 und auf der Titelseite vieler Reiseführer, das Corbière Lighthouse, ein weißer Leuchtturm an der gefährlichen Südwestspitze von Jersey. Überall erinnern Bunker und Befestigungsanlagen an die Besetzung der Insel im 2. Weltkrieg durch die Deutsche Wehrmacht. Bedeutung hat die Inselhauptstadt St. Helier. Viele Banken, Unternehmen, Versicherungen und Finanzfachleute haben in dem 29.000 Einwohner-Städtchen ihren Sitz.

Englische Tea Time (Scones, Sahne und Tee) und das Mittagessen im Hotel Mayfair waren vom Feinsten. Wie auch die Fußgängerzone, die sich von der langgezogenen St. Aubin’s Bay aus in die Innenstadt zieht. Eine Rast im Stadtpark ist dabei ebenso schön, wie die Einkehr im „Biergarten“ des altehrwürdigen Cock & Bottle Pub.

Die Heimreise in die Pfalz führte dann noch durch Frankreichs Hauptstadt Paris, welche sich gerade im Fußballfieber befindet. Der Bus wurde gerade mal etwa 50 m von der Fanmeile der Europameisterschaft am Eiffelturm, direkt an der Seine abgestellt, wo ein Ausflugsschiff schon auf das Entern wartete. Neben Frankreichs berühmtestem Wahrzeichen warteten noch viele andere Sehenswürdigkeiten am Ufer auf die Fotografen an Bord. Die Notre Dame jedoch blieb wegen noch bestehendem Hochwasser der Seine leider außen vor.

So ging denn eine mit vielen Höhepunkten gespickte Reise der Weidenthaler „Alte Herren“ wieder einmal viel zu schnell zu Ende. Die 53 Teilnehmer haben viel Neues und Unbekanntes erlebt und gesehen. Auch das Wetter spielte mit, Sonne und warme Temperaturen begleiteten die „Wackeraner“ bei all ihren Unternehmungen. Ein paar ganz wenige Regentropfen zwischendurch konnte man da locker vernachlässigen. Vive le France!  

 

von Herbert Laubscher

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