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Fund eines Totenkopfschwärmers

 
Fund eines Totenkopfschwärmers

Das Hobby von Herbert Link umfasst Vögel, Falter und Insekten. So ist es nicht verwunderlich, dass Einwohner von Elmstein den erfahrenen Naturkundler bei Funden seltener und unbekannten Spezies nach seinem Rat fragen. In der vergangenen Woche fand Postbotin Karin Leising in der Forststraße ein solches Exemplar. Herbert Link inspizierte es und stellte fest, dass es sich um einen Totenkopfschwärmer handelt, der in unserer Region sehr selten vorkommt. Dies bestätigte ihm auch Ernst Blum, Arten-Finder-Experte für Schmetterlinge, der den Fund sogleich dokumentierte.

Der Totenkopfschwärmer ist ein Nachtfalter aus der Familie der Schwärmer. Sein Hauptverbreitungsgebiet sind die Tropen Afrikas, allerdings kommt er auch im äußersten Süden Europas vor. Von dort aus fliegt der Wanderfalter nach Mittel- und Nordeuropa. Einzigartig an ihm sind seine pfeifenden Geräusche, vergleichbar mit den Tönen die eine Maus von sich gibt. Diese entstehen durch einen Mechanismus in seiner Mundhöhle. Außerdem ernährt sich der Schwärmer von Honig, was für solch eine Gattung ebenfalls sehr ungewöhnlich ist. Auf Grund seiner Lebensweise und der imposanten Erscheinung – Männchen bringen es auf eine Flügelspannweite von 90 bis 115 mm und Weibchen auf maximal 130 mm – sowie dem namensgebenden „Totenkopf“ auf dem Thorax galt er lange Zeit als unheilbringend. Auch heute noch wird er in Romanen und Filmen für das Böse stilisiert.

 

von Yvonne Faß

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