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70 Jahre CDU Elmstein

CDU Ortsverband Elmstein
70 Jahre CDU Elmstein


Die Geehrten mit den Honoratioren

  
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Am Samstag, den 29. Oktober lud der CDU Ortsverband Elmstein zu seinem 70-jährigen Jubiläum in die Aula der Heinrich-Weintz-Schule ein. 70 Jahre, in denen sich Männer wie Frauen engagieren, um in manchmal end- und freudlosen Sitzungen mit Gegenwehr, Entscheidungen zu treffen, die Deutschland, seine Dörfer und Städte sowie all seine Bürgerinnen und Bürger weiterbringen, wie Christian Baldauf in seiner Festrede bemerkte. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende in Rheinland-Pfalz und stellvertretende Fraktionssprecher im Rheinland-Pfalz Landtag weiter: „ die sich einbringen – immer mit festem Blick auf die zentrale Botschaft der christlichen Partei, die lautet: „Nie wieder Krieg“.

Weiter erinnerte Christian Baldauf an den Sommer 1945, in dem die Christlich Demokratische Union Deutschlands als überkonfessionelle Partei mit christlicher Werteorientierung gegründet wurde. Wenige Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und „in der schwersten Katastrophe, die je über ein Land gekommen ist“, wie es im Berliner Gründungsaufruf heißt. Er würdigte die Verdienste des Staatswissenschaftlers und Politikers Andreas Hermes, der mit seinen Mitstreitern Teil der Widerstandsbewegung gegen das Hitler-Regime gewesen ist, um Deutschland den Weg zu ebnen in eine Zeit für Demokratie, Recht und Freiheit, nach Jahren der Diktatur und Unterdrückung. Mit den Erfahrungen der Weimarer Republik wurde die CDU als christliche Partei zu einer überkonfessionellen und für alle Schichten offene „Union“. Protestanten und Katholiken, Handwerker, Beamte und Angestellte, Unternehmer und Arbeiter fanden in ihr eine politische Heimat. In den folgenden Jahrzehnten hat die CDU auf dieser Basis die entscheidenden Weichen für Deutschland gestellt – von der Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg über die Deutsche Einheit bis zum Zusammenwachsen Europas. Baldauf appellierte auch in der momentanen schwierigen Situation nicht zu resignieren und dafür zu sorgen, dass die Partei weiter für ihr christliches Wertefundament und als Volkspartei einstehen kann. Mit Blick nach vorne, über Grenzen hinaus, bereit die Erfolgsgeschichte weiter zu führen.

Neben Christian Baldauf begrüßte der 1. Vorsitzende Stefan Kobel weitere Honoratioren. So die beiden Bundestagsabgeordneten Norbert Schindler und Johannes Steiniger, den Landtagsabgeordneten Dirk Herber, den Landrat des Landkreises Bad Dürkheim Ulrich Ihlenfeld sowie den Bürgermeister der Stadt Neustadt Ingo Röthlingshöfer. Des Weiteren den 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde Lambrecht Hans Werner Rey, den Vorsitzenden des CDU- Gemeindeverbandes Ralf Kretner, die stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes Haßloch Ruth Schulte und den stellvertretenden Fraktionssprecher Wolfgang Schulte. Die Bürgermeisterin von Neidenfels Sybille Höchel, den Bürgermeister von Esthal Gernot Kuhn und den Elmsteiner Ortsbürgermeister Stefan Herter, sowie die Beigeordneten Joachim Wickhüller und Michael Speiger. Nicht vergessen wurden die Altbürgermeister von Elmstein Helmut Schmidt und Thomas L. Kratz. Michael Stöhr aus Lambrecht und die beiden Geistlichen Stefan Schatull und Gerhard Burgard. Ebenso die ehemalige Landtagsabgeordnete Brigitte Hain, Erich Pojtinger, 1. Vorsitzender der SPD Elmstein-Iggelbach-Appenthal, Peter Seelmann, Ehrenvorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Lambrecht und Erich Riedel, Ehrenvorsitzender des CDU- Ortsverband Elmstein sowie alle anwesenden Ratsmitglieder und Vorsitzende der CDU- Verbände.

Brücken schlagend erinnerte Stefan Kobel an die Anfänge in der Gaststätte „Zur schwarzen Katz“, in der der damalige Schriftführer Josef Wüst die Sitzung eröffnete und 32 Anwesende begrüßen durfte, die in der Folge zu CDU- Mitglieder wurden. Ulrich Huber hatte dazu die Historie der Elmsteiner CDU aufgearbeitet und zusammengefasst. Interessant zu lesen auf Tafeln im vorderen Teil der Aula.

Für ihre langjährige Verbundenheit und Treue ehrte Norbert Schindler in Absprache mit Markus Wolf, Kreisvorsitzender des CDU-Kreisverbandes Bad Dürkheim, drei Mitglieder. Zum einen waren dies Ingrid Kobel, die sich seit 40 Jahren aktiv und passiv für die Belange der Elmsteiner CDU einsetzt, sowie die Urgesteine Theo Ziener und Erich Riedel, für ihre 55-jährige Treue zur Partei. „Ich möchte Ihnen herzlich für ihre beständige Zugehörigkeit zu unserer CDU danken“, betonte Norbert Schindler. „Ohne Sie und ihre Mitstreiter vor Ort wären wir in der CDU nicht da, wo wir heute sind“. Besonders den zuletzt Geehrten beschrieb Schindler als kämpferischen Verfechter, der Tacheles spricht und sich um keine streitbaren Themen drückt. Darüber hinaus würdigte er das große Engagement aller, die sich für die christliche Union einsetzen.

Dies taten auch die anschließenden Redner, die die Grußworte sprachen. Johannes Steiniger machte dabei den Anfang. „70 Jahre CDU heißt zum einen, dass die alten Mitglieder, die in dieser Zeit Verantwortung übernommen haben, sich für die absolute Demokratie verdient gemacht haben. Denn Demokratie heißt nicht, dass nur in den großen Gremien entschieden wird, sondern auch in den Kleinen vor Ort. Es wird Klartext gesprochen, nicht nur über einen Punkt sondern über viele Punkte, die nach vorne bringen. Dabei kann Streit durchaus als positiv empfunden werden.“ „Zum zweiten haben all diejenigen, die Verantwortung übernommen haben, Deutschland zu dem gemacht was es heute ist – ein Land im Wohlstand. Und so hat jeder seine Aufgaben, besonders in der momentanen Situation“. Dirk Herber schloss sich diesen Worten an, erinnerte aber auch an die vergangene Landtagswahl, die für die CDU nicht gut verlaufen ist. Auch er stand ein für die kritischen Geister, die für die Partei so wichtig sind. Ulrich Ihlenfeld, der die Glückwünsche im Namen des Landkreises Bad Dürkheim überbrachte zeigte sich erstaunt, dass zu Anfang so viele Honoratioren benannt wurden. In seinen Augen seien alle Ehrengäste, die maßgeblich daran beteiligt waren und sind, dass die CDU 70-jähriges Bestehen feiern kann. Die Glückwünsche der Verbandsgemeinde kamen von Hans Werner Rey. Er dankte allen Elmsteinern, die Verantwortung übernommen haben in und für die Gemeinde. Er erinnerte an eine Begebenheit im Jahre 1984, als er mit Erich Riedel an einem Tag alle Annexen und Orte von Elmstein zu Wahlzwecken besuchen wollte und feststellte, dass aus Grund der weiten Wege es hier sehr schwierig ist Ortspolitik zu betreiben. Ralf Kretner bedankte sich für die gute Zusammenarbeit im Ortsverband. Augenzwinkernd erinnerte er an das „Schindler –Plakate“ Aufhängen in Iggelbach und die Parteiveranstaltung mit Erich Riedel. Auch Stefan Herter gratulierte herzlich und überreichte wie seine beiden Vorredner ein Geschenk/Scheck. Mit Witz bestätigte er die hitzigen und heißen Diskussionen im Gemeinderat, was ihm großes Gelächter einbrachte. Erich Pojtinger war der letzte Redner und gratulierte ebenfalls ganz herzlich. Er würdigte das große Engagement aller Aktiven und Ehrenamtlichen, ohne die die politische Arbeit nicht sichtbar und vorzeigbar wäre. Er zeigte sich stolz über die Menschen, die wichtige Aufbauarbeit geleistet haben und sich beteiligt, mitgeredet und Politik betrieben haben für eine Verbesserung der Lebensumstände.

Zum Schluss übernahm Stefan Kobel nochmals das Wort und dankte allen für ihr Kommen. Ein besonderer Dank ging dabei an Jutta zum Hingste und Bettina Kobel für das Schmücken der Halle, dem protestantischen Posaunenchor, unter der Leitung von Christa Rottmayer, für die musikalische Gestaltung und der Feuerwehr für die Brandwache. Er lud alle Anwesenden zu einem kleinen Umtrunk ein.  

 

von Yvonne Faß

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