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Glauben lernen

Besinnlicher und froher Seniorennachmittag der katholischen Gemeinde in Neidenfels

     
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Die katholische Gemeinde Neidenfels-Frankeneck hatte in Zusammenarbeit mit der kfd zum diesjährigen Seniorennachmittag ins Bürgerhaus Neidenfels eingeladen.  Eine treue Schar Seniorinnen und Senioren war der Einladung gefolgt. Traditionsgemäß wurde  die Zusammenkunft mit der Feier einer Tischmesse begonnen.  Leitender Pfarrer Franz Neumer stellte in dem Gottesdienst die Frage „Kann man Glauben lernen?“.  Er teilte dazu mit, daß nach vorliegenden Berechnungen jeder Christ ca. 1000 Religionsstunden im Leben erhalten hat. Trotzdem würden sich viele vom Glauben abwenden, was darauf hindeute, daß Glaube doch offensichtlich nicht zu lernen sei. Jeder könne zwar einiges lernen  über die Bibel und ihre Entstehung, über die Kirchengeschichte oder die Tradition der Liturgie. Es stelle sich in diesem Zusammenhang aber die Frage, was Glaube überhaupt bedeute. Glauben heißt im Sinne des Vertrauens sich Gott zu überlassen, sich in ihm festzumachen, Jesus Christus nachzufolgen und seine Lebensart zu übernehmen. Glauben heißt aber auch, dankbar zu sein, weil ich mir nicht selber den Sinn des Lebens schaffen muß.  Glauben beinhaltet die Gewissheit, daß Gott letztlich das Leben schenkt und ich deshalb froh sein darf. Ich darf die Angst hinter mir lassen, kann Geduld mit anderen haben, weil ich mich von Gott angenommen weiß. So kann ich andere annehmen und darin den Frieden erfahren. Wenn wir in diesem Sinne glauben lernen möchten, geschieht es nicht über Bücher und über das Auswendiglernen von religiösem Wissen, sondern in der Begegnung mit glaubenden Menschen.  Wo in der Familie, im Freundeskreis oder in der Gemeinde Menschen  ihr Leben aus dem Glauben heraus gestalten und dies überzeugend tun, kann diese Lebensart von anderen übernommen  und darin Gottes  Liebe erfahren werden.  Von Bedeutung ist hierbei auch, daß Erwachsene schon als Kinder ein Urvertrauen für das Leben erfahren haben, welches durch die Eltern vermittelt wurde. Glaubende Eltern können auf ihre Kindern durch ihr eigenes Vorleben des Vertrauens auf Gott ansteckend und überzeugend wirken. Sie können wie ein Sämann den Samen ausstreuen und darauf hoffen, daß er auf fruchtbaren Boden fällt. Was bleibt, ist das Vertrauen, daß dieser Same in den Kindern und Jugendlichen wächst und sich entfaltet. Neben dieser Ansprache bezogen sich auch liturgische Texte und Gebete  auf dieses Thema.  Dazu sang die Gemeinde Lieder wie „Herr, Deine Liebe ist wie Gras und Ufer“, „Gehet nicht auf in den Sorgen dieser Welt“ und „Gib uns Frieden jeden Tag“. Die musikalische Begleitung übernahm Heiner Oppermann mit seiner Gitarre. Er war auch für das frohe Liedersingen beim anschließenden geselligen Beisammensein „zuständig“. Auch Reinhold Senft trug mit einem Gedicht zur Unterhaltung bei. Die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) sorgte für Kaffee und Kuchen und ergänzte das Angebot mit leckeren Häppchen.  Josef Lambrecht überraschte alle Anwesenden wieder mit kleinen  Marzipanengeln, die mit nach Hause genommen werden konnten. Alle Seniorinnen und Senioren waren von dem besinnlichen, aber auch heiteren Nachmittag begeistert.

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