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Buch, Bücher, Vorlesen, in Märchenwelten eintauchen, …

     

 
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Anlässlich der „Tage des Lesens“, eine Aktion in der Kampagne „Leselust“ in Rheinland-Pfalz, hat sich das Kollegium der Grundschule Weidenthal bereits zum wiederholten Mal im Vorfeld darüber Gedanken gemacht, wie es diese Tage für ihre Schülerinnen und Schüler erlebnisvoll und spannend gestalten könnte und an die sich die Kinder noch gerne und lange zurückerinnern werden.

Zunächst wurde als Schwerpunkt „Märchen“ ausgewählt, da die Schulgemeinschaft am 19. Dezember das Kinderstück: „Ali Baba und die 40 Räuber“, ein Märchen aus 1001 Nacht im Pfalztheater Kaiserslautern besuchen wird. Auf diese Aufführung freuen sich besonders die Kinder der Klasse 3, die bereits als Expertenklasse bei zwei Proben vor Ort waren, um die Entstehung einer solchen Inszenierung mitverfolgen zu können.

Im Vorfeld wurden vom Kollegium Vorlesepaten gesucht und angesprochen, die die Kinder bereits aus dem Weidenthaler Umfeld kennen. Den Auftakt machte am 22.11. Anni Wagner, vom bekannten Duo „Anni und Moni“. Sie las den Kindern der Klassen 1, 3 und 4 kurzweilige Märchen aus aller Welt vor. Sie hatte sich einen alten Märchenschatz ausgeliehen, der bestimmt z.T. mit losen Seiten und Markierungen bereits vielfach im Einsatz war. Sonja Clemens, die in der Stadtbücherei Neustadt berufstätig ist, las den Kindern der ersten und zweiten Klasse am 23.11. „Ali Baba und die 40 Räuber“ vor und verzauberte die kleinen Zuhörer mit dem „Sesam öffne dich“ ihrer mitgebrachten Schatztruhe. Auch Dr. Manfred Reiber wusste mit Abenteuern von Sindbad die Kinder in seinen Bann zu ziehen. In den Klassenzimmern wurde mit Teppichen, Sitzkissen, Stehlampe und Kerzenlichtern eine richtig kuschelige Vorleseatmosphäre geschaffen. Zum Abschluss der Lese-Tage am 24.11. besuchte uns Tanja Schwindinger, Erzieherin in der Kita „Zwergenstube“ und Heinz Ohliger, unser geschätzter ehemaliger Kollege. Tanja Schwindinger las unseren Jüngsten das moderne Märchen „Der Eisdrache“ vor. Alle freuten sich über das versöhnliche Ende.

Heinz Ohliger entschied sich für einen Klassiker der Gebrüder Grimm: „Frau Holle“. Im Anschluss sangen alle das lustige Lied „Herr Holle“: …“Viele hundert Jahre lang hat er sich gedrückt, darum streut er heut den Schnee auch noch ungeschickt!“ Ja ja! – Heinz Ohliger erzählte, dass auch er im Ruhestand nun immer mehr Hausarbeiten übernehmen muss.

In der bevorstehenden Adventszeit sollen auch noch die Kinder der ersten Klasse in unsere Schulbücherei eingeführt werden. Auch sie dürfen sich dann endlich wöchentlich Bilderbücher, Erstlesebücher usw. aus unserer umfangreichen Sammlung ausleihen.

Aber, warum ist das Vorlesen so wichtig? Für die Sprachentwicklung von Kindern wird dem Vorlesen und gemeinsamen Betrachten von Bilderbüchern ein großer Einfluss zugesprochen. Die Kinder erwerben neben Wortschatz und Kenntnissen sprachlicher Strukturen auch Wissen darüber, welche Gegenstände mit Wörtern und Sprache benannt werden. Auch nehmen sie oft neue Gegenstände wahr, denen sie in ihrem Alltag eventuell nicht oder nicht häufig begegnen.

Entscheidend für die Wirksamkeit von Vorlesen und Erzählen sind Nähe und Austausch mit einer Vertrauensperson. Darin liegt ein entscheidender Unterschied zum Fernsehen oder ähnlichen Medien, die Kinder häufig alleine nutzen.

Kinder und Jugendliche, denen in der Kindheit von den Eltern vorgelesen wurde, haben häufiger eine positive Einstellung zum Bücherlesen als Gleichaltrige, denen nicht vorgelesen wurde. Fazit: 1. Beim Bücherlesen kann man viel lernen, in andere Welten eintauchen, usw. 2. Bücherlesen ist gemütlich, spannend, phantasieanregend, etc. 3. Kurzum: Bücherlesen macht einfach Spaß!

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