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Prunksitzung LCC

Auch in ihrer 50. Kampagne schafften es die Aktiven des Lindenberger Carneval-Clubs „Die Lindenritter“, ihre närrischen Untertanen bei ihrer ersten Prunksitzung über fünf Stunden lang restlos zu begeistern, ihre närrischen Darbietungen zeigten, wie viel Mühe sich die Aktiven bei der Programmgestaltung gemacht hatten. Zündende Büttenreden, Gardetänze, Zwiegespräche und allerlei Klamauk sorgten für ausgelassene Stimmung in der närrischen Narrhalla, wo Sitzungspräsident Stefan Trautnitz seine närrischen Untertanen begrüßte. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Duo Fair Play in gewohnt heiteren Weise.

Sozusagen zur Aufwärmrunde zeigte das Männerballett „die Iboier Tritsche“ einen gekonnten Tanz mit originellen Kostümen. Der Gemeinschaftstanz der Mariechen, Lina Wagner und Marlen Greif, zog die erste Rakete des Abends nach sich. Protokoller Bodo Düker, der auch den Jubiläumsorden zusammen mit seiner Frau entworfen hat, zeigte die einheimischen und großen Geschehnisse in gereimten und wohlüberlegten Worten auf. Der Brexit in England sei ein Schlag ins Gesicht von Europa, Kritik gab es auch bei der Fußball-EM, wo es kein Happy End für Deutschland gab, besorgt zeigte er sich auch über die Show in Rio mit immensen Kosten. Er lobte den neuen Minipfad bei der Bushaltestelle, ebenso das Pflanzen einer neuen Dorflinde beim Spielplatz.

Die Purzelgarde des LCC überzeugte mit ihrem gelungenen Schautanz, man konnte sehen wie viel Spaß ihnen ihr Auftritt machte. Andreas Knoll drehte mächtig auf als „Margret vun de Hauptstroß“, meinte unter anderem „ich bin nimmie die, die ich mol war, weil ich alles vergess“. Der erste Lack sei ab, er werde sich aber keine Sorgen machen, sondern seinen Humor bewahren. Einen excellenten Tanz zeigte im Anschluss das Junioren-Tanzmariechen Lina Trautnitz in traditionellem grün-weißen Outfit und erhielt als verdienten Lohn eine Rakete.

Nicolaus Müller bestieg als „Saarländischer Student“ die Narrenbühne und überzeugte mit zum Teil excellenten und deftigen  Pointen. Seine Erlebnisse in der Uni sorgten für schallendes Gelächter, unter anderem auch die Überlegungen, wer den menschlichen Körper erfunden hat und nicht zuletzt mit seiner Schlussfolgerung, dass er den Scheiß-Dialekt schon übernommen habe. Eine Augenweide war der Auftritt des Tanzpaares Julia und Andreas Knoll, tosender Applaus war ihr verdienter Lohn. Einen ebenso perfekten Tanz legte die Juniorengarde auf die LCC-Bühne und verabschiedete das Publikum in die Pause.

Ein Höhepunkt der Prunksitzung war das Halbzeitbild der LCC-Aktiven unter dem Motto „1001 Nacht“ nach einer Idee von Carmen Trautnitz. Der Auftritt in den originellen und phantasievollen Kostümen war eine wahre Augenweide, vor allem der orientalische Basar mit der Versteigerung von attraktiven Frauen entlockte den Zuschauern wahre Beifallsstürme. Als Profis in der Narrenbütt überzeugten Andrea Hust und Stefan Trautnitz mit ihrem Zwiegespräch von der verspäteten Hochzeitsreise, die Erlebnisse in den Bergen, am Strand und einem letzten Halt auf der Reeperbahn brachten delikate Geheimnisse an den Tag. Eine Augenweide war der Gardetanz der „Burgfunken“, dem Aushängeschild des LCC, der Lohn eine verdiente Rakete. Die Mädchen und Dominik Trippner wussten dem anspruchsvollen Publikum so richtig zu gefallen. „Haardtbeat light“ von Stefan Trautnitz, Mario Bissinger und Wolfgang Walther brachten noch einmal Hochstimmung den Saal, obwohl es mittlerweile schon nach Mitternacht war.

Das Damenballett in weiß-rot-schwarzer Bekleidung  überzeugte die Zuschauer, sie brachten mit ihrer flotten Musik und ausgezeichnetem Tanz noch einmal richtig Leben auf die Bühne. „Der Fasnachtscoach“ war das Thema des Zwiegespräches zwischen Yannik und Rüdiger Grimm, wie man die Choreografie für einen Vortrag erarbeitet und musikalisch umrahmt sorgten für Gelächter, ebenso das Fischen in der Eissporthalle. Eine schon akrobatische flotte Darbietung war der Auftritt des Tanzmariechens Vanessa Friederich und schließlich sorgte das Männerballett ihrer „Misssion to Mars“ für einen grandiosen Höhepunkt einer hervorragenden Veranstaltung.

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