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Mehrtagesfahrt des Obst- und Gartenbauverein Elmstein e.V nach Cottbus in Brandenburg

Die diesjährige Mehrtagesfahrt des Obst- und Gartenbauvereins Elmstein e. V. führte nach Cottbus in Brandenburg.  

Anreise

Im nicht ganz vollbesetzten Bus wurde schon in den frühen Morgenstunden gestartet, um dann über Speyer, Heilbronn und Nürnberg die erste Station Himmelkron, im Landkreis Kulmbach, zu erreichen. Hier konnte sich die Reisegruppe beim Mittagessen stärken, bevor der Bus die Reise über Dresden nach Cottbus fortsetzte.

 

Cottbus und Branitzer Park

Nach dem ausgiebigen Frühstück erwartete ein Stadtführer die Gruppe. Dieser wusste kompetent über die Entstehung, die Entwicklung sowie über die hier lebende Bevölkerung zu berichten. Zu hören war unter anderem, dass Cottbus die größte Stadt in der Niederlaussitz ist und seine Lage zwischen dem Lausitzer Grenzwall im Süden sowie dem Spreewald im Norden hat. Die Spree teilt die Stadt auf einer Länge von 23 km und mit einer Breite vom 36 m. Cottbus gilt, obwohl nur mit einer kleinen Minderheit an sorbischen Bürgerinnen und Bürgern besiedelt, als das politische und kulturelle Zentrum der Sorben in der Niederlausitz.

Als zweites Reisehighlight an diesem Tag wurde der Fürst-Pückler-Park Branitz angefahren. Dieser Landschaftspark gilt als die bedeutendste Parkanlage von Cottbus und wurde von Fürst Hermann von Pückler-Muskau gestaltet. Im Zentrum des zonierten Landschaftsgartens befindet sich Schloss Branitz, Alterssitz Fürst Pücklers. Das Wahrzeichen des Parks sind die beiden weltweit einmaligen Erdpyramiden, die Landpyramide sowie die Seepyramide – auch Tumulus genannt -, welche Fürst Pückler als seine letzte Ruhestätte inszenierte.

 

Lübbenau

Am dritten Reisetag ging es nach Lübbenau zur Spreewaldfahrt. Da die Anlegestelle des Kahns jedoch nicht mit dem Bus erreicht werden konnte, wurde die Molly-Bahn bestiegen, die die Reisegruppe ganz bequem zum Ziel transportierte. Abseits der Hauptstrecken der Spree ging es fortan durch die verwunschen anmutende Landschaft, vorbei an kleinen Häuschen zum Waldgasthaus Wotschofska. Passiert wurden dabei drei Schleusen mit einem Höhenunterschied von insgesamt ca. einem Meter sowie die Wehre, die den Wasserhaushalt des Spreewaldes regulieren. Im Anschluss wurde das Lagunendorf Lehde angesteuert. Hier bestand die Möglichkeit das dorfeigene Freilichtmuseum zu besuchen, das dem Leben im Spreewald des 19. Jahrhunderts gewidmet ist.

 

Görlitz

Am letzten Aufenthaltstag stand Görlitz auf dem Programm. Bei der Stadtführung erfuhr man, dass die Stadt die Östlichste Deutschlands ist, sowie Kreisstadt des Landkreises Görlitz und größte Stadt der Oberlausitz. Görlitz liegt an der Lausitzer Neiße, die dort seit 1945 die Grenze zu Polen bildet. Der östlich der Neiße gelegene Teil wurde durch die Grenzziehung in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg abgetrennt und bildet seitdem die eigenständige polnische Stadt Zgorzelec. Besonders ist, dass Görlitz im zweiten Weltkrieg von Zerstörungen fast völlig verschont blieb und dass alle wesentlichen Phasen der mitteleuropäischen Siedlungsentwicklung ohne größere bauliche Veränderungen erhalten und ablesbar blieben. Die historische Altstadt hat einen hohen Bekanntheitsgrad und begeistert mit einer architektonischen Vielfalt aus fast allen Stilepochen. Nach der Mittagspause ging die Fahrt zurück zum Hotel durch die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.

Heimreise

Am letzten Tag hieß es Abschied nehmen von Cottbus, dem Spreewald und von Brandenburg. Ausgestattet jedoch mit vielen Eindrücken rund um die Geschichte der Sorben, jenem westslawischen Volk, das hier in der Ober- und Niederlausitz seine Heimat hat sowie von unendlich vielen Sehenswürdigkeiten in den besuchten Städten und im Spreewald.

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