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Moselsteig 3. Teiletappe von Schweich nach Ürzig

Wanderführer: Alfred Kuhn

Der Moselsteig war auch im dritten Jahr Ziel der Wanderreise des Pfälzerwald-Vereins Esthal. Nachdem in den beiden vergangenen Jahren die Teiletappen von Perl bis Schweich auf dem Programm standen, führte die Vier-Tages-Tour vom 30.09. – 03.10.17 nun nach Leiwen an der Mosel. In diesem Jahr logierte die 17 köpfige Wandergruppe im Hotel Weiß in Leiwen. Hier konnte man sich nach den Strapazen der Wanderungen hervorragend erholen, soweit es der schnarchende Zimmernachbar zuließ.

Im vergangenen Jahr wurde der Moselsteig als bester Premiumwanderweg Deutschlands ausgezeichnet. Dies nicht ohne Grund! Die Landschaft entlang der Mosel ist überwältigend. Die Wanderwege und –pfade bieten immer wieder tolle Aussichten. Die Tourführung ist abwechslungsreich gestaltet und fordert auch konditionell einiges ab.

Nach der Anreise stand die erste Wanderung über 17km von Piesport nach Leiwen auf dem Wanderplan. Steil ansteigend folgte die Truppe dem Pfad über die Spoarkapelle, vorbei an einer Startrampe für Gleitschirmflieger wieder hinab nach Neumagen-Dhron. Hier liegt ein Nachbau eines römischen Schiffes vor Anker, der Stella Noviomagi. Das Boot ist fahrtüchtig und kann für zünftige Moseltouren gechartert werden. Angesichts des Starkregens, alle waren bis auf die Haut nass, entschloss sich der ansonsten nicht sehr nachgiebige Wanderführer Alfred Kuhn, einen verkürzten Nachhauseweg anzutreten.

Der zweite Tag begann mit einem Bustransfer nach Schweich um über den Mehringer Berg, Zitronenkrämerkreuz, Mehringer Schweiz, dem Aussichtsturm Fünfseenblick nach Leiwen zu marschieren. Statt der geplanten 24 km waren es am Ende 28 km. Allerdings bei trockenem Wetter und nach dem die Nebelschwaden sich verzogen hatten, hervorragender Ausssicht.

Am dritten Tag begann die 24 km lange Tour in Bernkastel-Kues und führte zunächst durch die mittelalterliche Stadt hoch zur Burg Landshut um den Höhenwegen folgend über Brauneberg und Kesten den Winzerort Piesport zu erreichen. Die Rieslingernte hatte erst am 01. Oktober an der Mosel begonnen. Eindrucksvoll, wie im Gegensatz zur Pfalz, in den Steillagen geherbstet wird. Die Erntehelfer stehen zum Teil angeseilt in den Weinbergen (der Name hat hier seine Berechtigung!). Das Lesegut wird in Schlitten in die Wege gezogen oder mittels einer Zahnradbahn transportiert. Kein Wunder, dass dort der Schoppen nur 0,2 Ltr. misst und die Preise entsprechend sind.

Am letzten Tag sollten eigentlich noch einmal 15 km „unter die Schuhe“ von Ürzig nach Bernkastel-Kues genommen werden. Das Murren der Wanderschar war jedoch sehr vernehmlich. Widerwillig kürzte der Wanderführer die Strecke, mit dem Hinweis, dass diese im nächsten Jahr angehängt wird. Von Bernkastel-Kues ging es zunächst entspannt per Moselschifffahrt durch die Schleuse nach Ürzig. Dann war wieder Schluss mit Lustig! Gleich aus dem Ort hinaus hieß es, wieder steil ansteigend auf die Höhen des Moselsteigs zu kommen. Gut zu erkennen war die imposante Baustelle des neuen Hochmoselübergangs bei Zeltingen-Rachtig. Schon beeindruckend, wie die Brücke von Pfeiler zu Pfeiler vorgeschoben wird. Politisch hoch umstritten aber sicher verkehrstechnisch dringend notwendig. In entgegen gesetzter Richtung führte der Weg abwechselnd durch die Steillagen der Weinberge und lichte Wälder zurück nach Bernkastel-Kues, von wo aus die Rückreise angetreten wurde.

Der Pfälzerwald-Verein Esthal legte in diesen vier Tagen insgesamt 81 km und ca. 2000 hm zurück. Die 17 Wanderer im Alter zwischen Mitte vierzig und 75 Jahren hielten sich wacker. Die meisten werden auch im nächsten Jahr sich wieder dem Wanderführer Alfred Kuhn anvertrauen, wenn es heißt „Weiter auf dem Moselsteig“! Ein dickes Lob für die Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Tour an Alfred Kuhn.

 

 

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