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Für Globalisierung gewappnet

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Das Unternehmen Jola Spezialschalter GmbH & Co. KG sieht den Herausforderungen der Globalisierung weiterhin gelassen entgegen.
„Im Rahmen der Übergabe der Geschäftsleitung an die kommende Unternehmergeneration sind weiterhin dynamische Anpassungen notwendig.“

Unter anderem mit diesem Satz stellt Senior-Geschäftsleiter Volker Mattil (68) bei der Betriebsversammlung im Januar das Konzept für die Aufstellung der Firma Jola für das schon bald beginnende dritte Jahrzehnt des 21. Jahrhundert vor. Nun geht es ihm speziell darum, wie die Präsenz in Frankreich zukünftig gestaltet werden soll.

Das von seinem Vater Karl Mattil bereits 1952 gegründete Unternehmen besaß in den 1970er- und 1980er-Jahren (damals Jola Spezialschalter K. Mattil & Co.) bereits einen Vertriebspartner in Frankreich. Als dieses französische Unternehmen 1986 geschlossen wurde, bot sich die Möglichkeit, einige der bereits mit Jola-Produkten vertrauten Mitarbeiter zu übernehmen. Dadurch konnte man eigenständig auf dem damals noch schwerer zugänglichen französischen Markt Fuß fassen. So war es beispielsweise zu dieser Zeit wichtig, dass eine französische Firma die Ware auslieferte und dass ein gedrucktes Werbemedium für den französischen Kunden auch einen französischen Absender hatte. „Acheter français“ – zu Deutsch „Französisch einkaufen“ – war lange Zeit geboten.

Entsprechend wurde am 28.05.1986 die JOLA SARL als französische Firma in Romainville im Großraum Paris gegründet. In den folgenden Jahren kümmerten sich Volker Mattil und seine französischen Mitarbeiter intensiv darum, das noch junge Unternehmen im französischen Mess- und Regeltechnik-Markt zu etablieren, sodass der Name „JOLA“ in Frankreich heute in Fachkreisen bekannt ist. Die JOLA SARL besaß lange Zeit drei Mitarbeiter, die sowohl für den Verkauf als auch für kleinere Montagetätigkeiten, Lagerung und vieles mehr zuständig waren. Durch den Betrieb eines eigenen großen Lagers in Romainville war es möglich, die damals noch aufwändigen Verzollungsformalitäten sowie die langen Transportwege zwischen Deutschland und Frankreich zeitlich auszugleichen.

Bis Ende der 2000er-Jahre blieb aufgrund des Renteneintritts mehrerer Kollegen in Frankreich nur noch ein Mitarbeiter übrig. Durch den Abbau der Handelsschranken und die Entstehung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien ergaben sich gute Möglichkeiten, die Geschäfte zunehmend vom deutschen Produktionsstandort Lambrecht aus abzuwickeln. Ende 2011 gab die JOLA SARL daher die angemieteten Räumlichkeiten in Romainville auf und agierte seitdem überwiegend direkt von Lambrecht aus. Im elsässischen Reichstett wurde grenznah ein Verwaltungssitz angemeldet.

Damit die vielen Vorteile, die sich aus dem Zusammenwachsen Europas ergeben haben, nicht durch neu entstandene bürokratische Hindernisse nivelliert werden, beschloss die Geschäftsleitung bereits im vergangenen Jahr, die JOLA SARL mittelfristig zu schließen, was Volker Mattil federführend persönlich übernimmt. Zum 1.1.2018 verkündete sein Sohn Lars (35), dass die Geschäftstätigkeiten der JOLA SARL von der Jola Spezialschalter GmbH & Co. KG übernommen wurden.

Dies spare sowohl viel Arbeitszeit als auch andere Kosten, erläuterte Lars Mattil auf der Betriebsversammlung am 24.01.2018 in Lambrecht den rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland. Eine Weiterführung des Frankreichgeschäftes von Deutschland aus ist problemlos möglich, dazu wurde sogar bereits vor einiger Zeit ein neuer Arbeitsplatz am Standort Lambrecht geschaffen. Für die französischen Kunden, die zum Großteil bereits über die Veränderungen informiert wurden, ändert sich außer Formalien im Grunde nichts.

Lars und Volker Mattil am Messestand der JOLA SARL auf der Messe SEPEM Est in Colmar.

 

 

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