E l m s t e i n   15.01.2012  

OG Elmstein

Viel Glück im Neuen Jahr
Neujahrsempfang der Ortsgemeinde Elmstein - Bürgermeister stellte zahlreiche
ehrenamtliche Projekte aus 2011 vor


Fürs Glück im neuem Jahr
Einmal Händeschütteln und 1 Cent Münze für jeden Gast von Schornsteinfegermeister Walter Kropp

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Als Besucher des Neujahrempfangs traute man seinen Augen nicht, sammelten sich da doch Leute im Wintersportdress mit Schlitten am Triftplatz. Wo wollten diese „Wintersportler“ parallel zu der Veranstaltung der Gemeinde ihre Rodelkünste vorführen? Mit Schnee sieht´s  z. Z. eigentlich sehr mau aus, im Gegensatz zum Vorjahr. Bei näherem Hinsehen entdeckte man, dass es Einheimische sind. Eine Nachfrage ergab, dass es sich um Mitglieder des „ersten Elmsteiner Rodelclubs“ dreht und sie sich auf Einladung des Bürgermeisters auch auf dem Weg in die Aula befinden. Nachdem Petrus so seine Launen auslebt, haben sie ja genug Zeit zur Vorstellung bei der „hochrangigen Gästeschar“ der Gemeinde. Bürgermeister Thomas L. Kratz klärte nach seiner Begrüßung auf, warum dieser Gruppe, Appenthaler aus der Bahnhofstraße, die Ehre einer Einladung zuteil wurde. Vom Grünberg herab in die Bahnhofstraße geht das Borndel, ein uralter steinbelegter Schubkarrenpfad, der früher von der Appenthaler Bevölkerung fleißig als Rodelbahn genutzt, aber inzwischen vom Wald „heimgeholt“ wurde. Die Rodelgruppe entdeckte den „Schatz“ vor der Haustür und ergriff ohne zu Zögern, Maßnahmen um die „Bahn“ wieder durchgängig zu präsentieren. „Petrus alter Mann, merke doch auf und belohne die Aktion mit reichlich Schneefall“. 

Am Eingang der Veranstaltung Neujahrsempfang, standen Bürgermeister  Thomas L. Kratz und Beigeordneter Ulrich Huber unter Assistenz „des schwarzen Mannes“ Walter Kropp bereit jeden Gast persönlich mit Handschlag und Glückscent zu empfangen. An die Hundert Gäste füllten den Saal, als die Elmsteiner Jagdhornbläser mit ihren Jagdmelodien die feierliche Veranstaltung eröffneten. Der   Bürgermeister begrüßte die Anwesenden, darunter namentlich einige Prominente der Verbandsgemeinde und die Pfarrer beider Konfessionen.

Sodann klärte er über den Zweck des Empfangs auf, der zum einen darin besteht, dass die unter den Gästen anwesenden  Neubürger bei aufkommenden Fragen und Problemen sich orientieren und bei Gemeinderäte oder Vereinsvertreter rückfragen und sich bekannt machen können, des weiteren soll es ein Dankeschön sein an die ehrenamtlich Tätigen zum Wohle der Gemeinde.

Von dem Jahr 2011, das er als turbulent bezeichnete, berichtete er einige herausragende Aktionen: Durch die Agenda 21, eine Freiwilligentruppe, wurde im Hasselbachtal ein Areal frei geschnitten um auch als Viehweide zu dienen. Allerdings hatten die Ziegen etwas gegen die üppige Weide und erst unkundige Ersatztiere wurden auf dem Gelände sesshaft. Auch die Bücherei ist in der Betreuung der Agenda 21 die mit 60 Besuchern boomt.

Bei der Elmsteiner Kerwe sieht er Bewegung durch ein Kerwekomitee, das mit neuen Ideen, u. a. Karaoke hervortrat. Der Umzug war durch eine badische Landsknechttruppe verstärkt, gleich attraktiver. Männergesangverein und Kurpfälzischer Singkreis boten gemeinsam Speisen und Getränke an und hatten dadurch genügend Helfer. Vielleicht könnte auf diesem Weg weiteres verbessert werden.


Ortsbürgermeister Thomas Kratz
Läßt das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren

Im Herbst wurde in Elmstein „Kultur total“ geboten. Weitgehend beteiligten sich Elmsteiner Vereine und Personen mit Gesang und Musik, Vorlesungen, Malen, Schreiben, Tanzen und Basteln u.v.a. Auch zahlreiche Mitwirkende von Außen halfen, dass die Tage ein unvergesslicher Erfolg wurden. Gelernt hat man, dass auch des Guten zuviel geboten werden kann. Wo sollen drei Veranstaltungen am gleichen Tag ihr Publikum herbekommen. Dem Organisationstrio Bröder, Jung und Neumann so wie allen Mitwirkenden und dem Gemeinderat gilt sein großer Dank für diese insgesamt gelungene Veranstaltung.

Ein Entwicklungskonzept  für die Gemeinde Elmstein das sich Bürgermeister  Thomas L. Kratz wünschte dauerte seit seiner ersten Wahl. Nun hat man eingesehen, dass es nur mit einem externen Moderator weitergeht. Bei einer Auftaktveranstaltung waren über 120 Mitbürger anwesend um sich zu informieren und Vorschläge zu machen. Die Firma KOBRA und das Ingenieurbüro Wolf arbeiten mit der Gemeinde diese Vorschlagslisten ab und erstellen Konzepte für die Zukunft. Drei Arbeitskreise: Dorfbild und Verkehr, Tourismus und Zukunft Dorf bestehen vorläufig und jeder ist gehalten Ideen einzubringen.

Bei der Heinrich-Weintz-Schule wurde die Ära Zwing durch Ruhestand von Luitpold Zwing beendet. Nachfolgerin ist Carmen Nowotny aus Lambrecht. Sie arbeitet auch schon in einer der Dorfkonzeptgruppen der Gemeinde mit.

Für die Wappenschmiede ist eine Lösung mit der Gründung eines Fördervereins in Sicht. Benno Münch Mühlenexperte aus Ludwigshafen der auch anwesend war, steht voll hinter dem  Projekt. Ehrenamtliches Engagement ist dazu gefragt, da der Gemeinde Mittel fehlen.

 


Verdiente Elmsteiner Bürger ausgezeichnet und Preisverleihung Luftballonweitflug

Horst Kayser ehemaliger Allroundmann beim Kuckucksbähnl und Frank Flockerzi Wehrführer der Feuerwehr Iggelbach und kommisarischer Wehrleiter der Verbandsgemeinde verdienen es in Elmstein geehrt zu werden. Die sieben Jugendlichen deren Ballone beim Ballonwettbewerb beachtliche Strecken zurücklegten, erhielten aus der Hand des Bürgermeisters diverse Geschenke.

Die Nachwuchsmusiker aus der Jugendmusikschule Elmstein Marton Kobel, Theresa und Karolina Baum umrahmten den Abend am Klavier  mit klassischen und unterhaltsamen Melodien. 

 


von Fridolin Heintz
Fotos Harald König