W e i d e n t h a l    24.04.2016  

Schützenverein Weidenthal
50 Jahre Schützenverein Weidenthal
Trainingsfleiß bescherte viele große Erfolge

     
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Der Schützenverein Weidenthal feierte am Sonntag, den 24. April sein 50-jähriges Bestehen mit einer Feierstunde im Schützenhaus. Vorsitzender Wolfgang Röhl konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter der Vizepräsident des Pfälzischen Sportschützenbund Günter Luers, die Sportkreisjugendleiterin des Sportbundes Pfalz Petra Hutera, den Kreisoberschützenmeister Klaus Baßler, Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld, Verbandsbürgermeister Manfred Kirr, Bürgermeister Bernhard Groborz, Pfarrer Frank Wiehler und zahlreiche Vereinsvertreter.

Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgten die Kurpfälzer Alphornbläser. Um den Sektempfang und das Buffet kümmerten sich Mitglieder vom Gesangverein Weidenthal.

Aus der Geschichte
In seiner Festrede erinnerte Wolfgang Röhl an die frühe Geschichte der Schützentradition in Weidenthal. In der Mitte des 19. Jahrhunderts formierten sich in der Waldgemeinde die "Schützenveteranen von ANNO 1868".

Der jetzige Schützenverein wurde 1966 ins Leben gerufen. Die damaligen Gründungsmitglieder waren: Armin Bayer, Klaus Stahl, Willi Werner, Werner Voll, Günther Wirth, Willi Kretner und Rudolf Hahn.

Schießübungen wurden zunächst im Saal des Gasthauses Erb und im ehemaligen Kino abgehalten. Im Frühjahr 1968 wurde dem Verein ein Stück Land im Erdbeertal zugewiesen. Gleich darauf folgte der erste Spatenstich zum Bau des neuen Schützenhauses.

Unter großer Anteilnahme der Dorfbevölkerung konnte am 16. August 1975 der Schießstand eröffnet werden.

Im Jahre 1985 erreichte man den Endausbau der Schießanlage mit 5 Pistolenständen (25 Meter) und 5 Kleinkaliberständen (50 Meter).

Im Jahre 1997 wurde eine Luftgewehrhalle errichtet, zuvor ein zweiter Pistolenstand.

Im Februar 2010 vernichtet beim Orkan Xyntha ein umgestürzter Baum den 25 Meter Stand, der neu aufgebaut werden musste.

In den letzten 10 Jahren wurden viele Renovierungen und Reparaturen rund um das Schützenhaus durchgeführt. Zur Zeit wird am Schützenhausdach gearbeitet. Auch soll in den nächsten Jahren der 50 Meter KK-Stand hergerichtet werden.

Sportliche Leistungen
Bereits in den ersten Jahren nach der Gründung des Vereins konnten die Weidenthaler Schützen sportliche Erfolge verzeichnen und überregional auf sich aufmerksam machen.

Der Grundstein für die späteren Erfolge haben im wesentlichen die Jugendtrainer gelegt, zunächst Armin Beyer und in den 90er Jahren Burkhardt Hennike.

Neben dem Dauerbrenner und Aushängeschild der ersten Stunde, Armin Bayer, wurden die nächsten Jahre durch die Erfolge von drei Jungschützen geprägt. Reinhard Erb und die Brüder Bernd und Norbert Rohwer wurden für ihren Trainingsfleiß belohnt mit mehreren Siegen und vorderen Platzierungen auf Bezirks- und Landesmeisterschaften. Bei den Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden 1971 holten sich die drei Jungschützen in der Jugendklasse die Bronze Medaille.

Danch prägte bis Ende der 80er Jahre eine neue Generation von Schützen den Schießsport in Weidenthal. Harald Schmiedeck, Gerald Schmitt, Thomas Jork und Andreas Bleh sorgten mit ihrem Engagement dafür, dass während der Bauzeit der Verein weiterhin sportlich aktiv blieb.

Die nächste Phase großer sportlicher Erfolge begann mit drei kleinen Mädchen im Jahre 1988. Als die "Pümpfe" machten sich Yvonne Sippi, Nadine Rohwer und Tanja Schmitt den Südwesten unsicher. Schon 1989 gewann Tanja Schmitt bei den Deutschen Meisterschaften auf der Olympia-Schießanlage in München die Vizemeisterschaft mit dem Luftgewehr und die Bronzemedaille im Luftgewehr Dreistellungskampf in der Schülerklasse.

Auch die Schwestern Sabine und Corinna Hennike gehörten zur erfolgreichen dritten Generation, die den Schützenverein Weidenthal über den Pfälzischen Sportschützenbund hinaus bekannt machten.

In den Folgejahren wurden regelmäßig Meistermannschaften mit Schützen von anderen Vereinen gebildet und in verschiedenen Disziplinen im wechsel für die beteiligten Vereine gemeldet.

In der Zeit ab 1995 bildeten sich zusammen mit Thomas Laubscher, Melanie Röhl und Christian Rohwer die bis heute letzte Garde der Weidenthaler Erfolgsschützen, die auf Deutschen Meisterschaften Titel im Nachwuchsbereich erringen konnten.

De Luftgewehr-Mannschaft des Schützenvereins Weidenthal blieb zwischen 1999 und 2007 in über 40 Wettkämpfen in der Oberliga des Pfälzischen Sportschützenbundes ungeschlagen. 2002 und 2006 gelang dem Team der Aufstieg in die Regionalliga Süd-West auf. Die Klasse in der zweithöchsten Liga konnte aber nicht gehalten werden. Nach jeweils nur einer Saison stieg die Talmannschaft wieder in die Oberliga ab. Die "2. Bundesliga" war für die Weidenthal Schützen eine interessante Erfahrung.  Die beiden Heimwettkämpfe in der Turnhall werden in guter Erinnerung bleiben.

Das Ziel für die Gewehrschützen, so Wolfgang Röhl, ist es, die seit 1986 andauernde Erfolgsserie beim Verbandsgemeindepokal im Luftgewehr auszubauen.

Aktuell nimmt eine Sportpistolen-Mannschaft am Liga-Betrieb teil. Die Schützen sind Hartmut Christmann, Paul Bleh, Gerhard Rost, Hendrik Schmiedeck und Stefan Hoffmann.

Ute Erb ist Dauergast bei den Deutschen Meisterschaften und erzielte schon viele Erfolge.

Ehrung
Zum Ehrenmitglied des Weidenthaler Schützenvereins wurde Gründungsmitglied Armin Beyer vom Weidenthaler Oberschützenmeister und Vorsitzenden Wolfgang Röhl ernannt.

Fotoausstellung
Eine Ausstellung zeigte Fotografien von zahlreichen Aktivitäten des Weidenthaler Traditionsvereins.


von Harald König
Fotos Schützenverein Weidenthal