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Weidenthaler Whisky-Club beim 14. Basel Tattoo

Drei tolle Tage bei lieben Freunden

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Zwischen dem Glencairn Whisky-Club Weidenthal und den Basel Highlandern besteht seit 2016 eine richtig gute Partnerschaft mit privaten Kontakten und freundschaftlichen Verbindungen. Für die Pfälzer war es der zweite Gastbesuch in Basel.

Schon die Rundfahrt auf dem Rhein mit dem 2018 in Betrieb gegangenen Eventschiff „Rhystärn“ war bei sommerlichen Temperaturen ein schönes Erlebnis. Vorbei am berühmten Münster und an „Aschis Galgen“ verging die Zeit wie im Fluge.

Am späten Abend stand das weltberühmte Basler Tattoo auf dem Programm, nach dem „Edinburgh Tattoo“ das größte Musikfest dieser Art rund um den Globus. Zuvor war jedoch noch das gemütliche „PaSiWo“ als Anlaufziel auserkoren. Direkt an der Kaserne, Heimstatt des Tattoos, gelegen, ist das Lokal weithin für seine riesige Cordon-Bleu-Auswahl bekannt. Riesig im Sinne von Menge und aber auch in Form der Größe. Das muss man gesehen und auch gegessen haben. Mit dabei unter anderem auch noch Markus Jenni, der Obmaa der Basel Highlander und seine Frau.

So gestärkt konnte das zweistündige Tattoo-Programm in Angriff genommen werden. Das Motto der Veranstaltung „Die Schweiz, Europa und die Welt“ nahm schon vorweg, wohin die musikalische Reise in diesem Jahr in Basel gehen sollte. 1.000 Mitwirkende beleben mit Drums und Pipes sowie Gesang und Tanz die malerische Kulisse im Hof der Kaserne.

Zu den Glanzpunkten zählen dabei die 200 „Massed Pipes und Drums“ aus aller Welt, die für ausgewählte schottische Unterhaltungsmusik zuständig sind. Optisch begleitet von den „International Highland Dancers“. Laut, wild und passend dazu die wilden Kerle der „Red Hot Chilli Pipers“. Die „Swiss Army Brass Band“ repräsentiert die Schweizer Militärmusik regelmäßig im In- und Ausland. Mit dem Sirtaki-Tanz der „Hellenic Navy Band“ aus Griechenland oder dem Evergreen „Tulpen aus Amsterdam“, gespielt vom holländischen Orchester der königlichen Militärpolizei, stehen gegensätzliche Musikrichtigungen im abwechslungsreichen Programm. Exotisch und farbenfroh wird es beim Auftritt der chinesischen „Wind Band and Dancers of Shijizhuang“ und für Action sorgt die Motorradstaffel der Polizei Hamburg. Abwechslung boten auch YouTube-Star Johnny Manuel mit seinem stimmgewaltigen Gesangs-Feuerwerk und die Sängerin Deirdre Brennan aus den USA.

50 Gruppen stark war die farbenfrohe Parade durch die Großbasler Altstadt, mit Teilnehmern aus der Schweiz, Deutschland, Neuseeland, Australien, Niederlande, Südafrika, Griechenland, Großbritannien, Kanada, China und Malta. Die sechs Pfälzer unter den mehr als 100.000 Zuschauern waren begeistert.

Nach dem Umzug war Geselligkeit groß geschrieben. Ein Spaziergang am Rhein entlang führte zu Ruth`s und Ernst´s „Galgen“. Der Fischergalgen ist eine Vorrichtung um ein großes Netz zu senken und zu heben. Und um dann hoffentliche Fische im Netz zu haben. Vor einigen Tagen hatte Aschi (Berndütsch für Ernst) so einen mehr als 90 cm großen Zander gefangen. Und da bei Aschis Galgen noch ein nettes kleines Ferienhäuschen und ein schöner Freisitz mit dabei sind, dann ist das Glück volkommen. Ein Ort wo sich Basler und Pfälzer gleichermaßen wohlfühlen, keine Frage. Und wenn es dann neben kühlem Bier auch noch großartige Salate von Ruth und tolle Grillsteaks von Aschi gibt, dann kann man es sich so richtig gut gehen lassen. Fehlen nur noch solche Kleinigkeiten, wie ein paar schöne „Wasser des Lebens“, wie sie für Whiskyfreunde eben lebenswichtig sind.

Und da hatte der Basler Whiskykenner und -sammler wieder mal so richtig aufgefahren. Hier mal nur eine kleine Auswahl davon: Glenmorangie Bacalta 46 %, Cadenhead´s Sherry Cask (Glenrothes-Glenlivet) 19 Y und 58,7 %, Adelphi Selection Balblair 20 Y und 48 %, Bruichladdich, St. Alban, Sherry Hogshead 8 Y und 64,3% (Erstabfüllung 2014 für den Whisky & Cigar-Club Basel), Smokhead Ian Mac Leod, Peat Hensity Spice Sweetness mit 43 %, Glenlassaugh PX Sherry Wood Finish mit 46 %, Ardbeg Drum Commitee Abfüllung 2019 und 52 %, Old Particular, Douglas Laing (dest. Bruichladdich, nur 253 Bottles) mit 12 Y und 48,4 % sowie ein Highland Park, The Dolphins mit 40 %. Die Pälzer „Whiskynoose“ kamen aus dem Staunen nicht heraus, waren jedoch auch nicht ganz unvorbereitet angereist.

Ernst Cueni (Aschi) wurde von McHerbie (Herbert Laubscher) zum Ehrenmitglied des Weidenthaler Whisky-Clubs ernannt und überreichte ihm dazu eines der allerersten neuen Club-Shirts mit Wappen und McName „McAschi“. Dazu noch passend eine Bottle des neuen Ardbeg Drum und einen Jahreskalender 2020 mit u.a. tollen Motiven aus gemeinsamen Distillery-Besichtigungen in Schottland.

Am letzten Tag wurde es nochmals anstrengend. Mit einer Bootsfahrt mit dem „Rhyschiffli“ von Richard Hagspiel ging es nochmals den Rhein rauf und runter. Am Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich vorbei, bis zum alten Hafen und der Beiz „Zum rostigen Nagel“. Ein kühles Bierchen löschte den Brand vom Vortag und passend dazu spielte auch noch eine junge Piperin ein paar bekannte schottische Folklieder.

Mit der Erholungsphase war es dann aber auch schon wieder vorbei. Ein kleiner Spaziergang führte vom Rhein, an der Basler Papiermühle vorbei und durch das St. Alban Tal zu „Aschi´s privatem Fasnachts- und Whisky-Museum. Ruth hatte derweil eine köstliche Schweizer Vesper vorbereitet und danach war es wieder Schluss mit lustig. Noch einmal warteten ausgesuchte Whisky-Spezialitäten auf die mittlerweile doch konditionell schon etwas nachlassenden Pfälzer.

Zwei Privatabfüllungen von Jim McEwan, Bruichladdich The Cask Whisperer 2003, 15 Y und 55,2 % sowie 2008, 11 Y und 56,5 %, The Scotch Malt Whisky Society – The mermail´s marmalade 13 – 2004 mit 64,6 %, ein Dalmore Castle Leod, Vintage 1995 mit 46 % und noch ein Old FaSHiONeD mit 11 Y und 50 %. Danach ging nichts mehr. Das Fortbildungsseminar in Sachen Whisky war für die Weidenthaler Whiskyfreunde damit beendet. Ruth und Aschi, nochmals lieben herzlichen Dank für ein paar unvergessliche Tage im schönen Basel. Man sieht sich wieder, Mitte September kommen die Schweizer Freunde erneut in die Pfalz. Dann machen sie eine Whisky-Fortbildung, die Kyrburg in Kirn wartet mit rund 4.500 Whiskys auf sie. Na denn, Slandsche!

 

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