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Achtloses Verhalten gegenüber der Natur

Mahnbrief verfasst

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Mit Entsetzen musste Gärtnermeister Fredy Puchalski feststellen, dass in Elmstein öffentliche Bäume, Begleitgrün, Sträucher und Pflanzen nicht geschützt werden:

  • auf öffentlicher Fläche wird für private Baumaßnahmen ein Fliederbaum abgesägt;
  • es wird über Pflanzflächen gefahren, Material gelagert, Begrenzungssteine verschoben, Sträucher umgefahren, etc.

Das Fass zum Überlaufen brachte  jedoch die Baumaßnahme am Kreisel in Iggelbach, so Puchalski, der  seit Juni 2019 eine Bürgerinitiative leitet, die sich in erster Linie um die Dorfverschönerung kümmert. Auch wenn die Baumaßnahme in Iggelbach dringend war, sollten die DIN- Vorschriften eingehalten werden z.B. DIN 18920 Schutz von Bäumen bei Baumaßnahmen oder DIN 18915 und DIN 19731 Schutz von Oberboden, denn der Oberboden ist nicht ersetzbar.

Merkblatt „Baumschutz auf Baustellen“

Bei der Baumaßnahme am Kreisel wurde fast alles falsch gemacht, erklärt Fredy Puchalski :

Schutz der Bepflanzung: Im Frühjahr 2020 habe ich mit Helfern den Kreisel mit 8 Rosen bepflanzt. Andere Freiwillige hatten Blumenzwiebeln gesteckt. Die Bepflanzung wurde von Anwohnern und mir betreut – mit Wasser versorgt, Mulch aufgetragen, gedüngt und Unkraut entfernt. Nun ist von der Aktion Elmstein blüht auf nichts mehr zusehen.

Schutz des Oberbodens: Der Oberboden wurde verkippt

Schutz des Wurzelbereiches: Auf der Pflanzfläche wurde herumgefahren und der Bagger abgestellt

Schutz der Wurzeln: Teile der Wurzeln der Kastanie lagen über Tage/Wochenende frei und der Sonne ausgesetzt, so dass diese austrockneten und abstarben. Da hätte man ein Wurzelvorhang anbringen können. Vor dem Zufüllen der Baugrube hätte man die Wurzeln anschneiden sollen und den Baum anschließend mit Wasser versorgen, wenn man ihn schon so zusetzt. So hätte der Baum, obwohl er einige Wurzeln verloren hat, vielleicht noch eine Chance zum Überleben. Ob er die Maßnahme überlebt wird sich erst in ein paar Jahren (3-5) zeigen. Sollte er dann eingehen liegt es nach Meinung der Verantwortlichen jedoch vermutlich an Klimawandel und Trockenheit.

Man hätte es auch anders machen können:

  • die 3 bis 4 Rosen ausgraben und in einen Eimer mit Wasser stellen
  • den Mulch von Hand auf die Seite schaufeln ca. 0,5m³ statt mit dem Bagger auf den Wurzeln herumzufahren
  • Wurzeln erhalten statt zu kappen, feucht halten und vor der Sonne schützen (einfach ein feuchtes Tuch; mit Säcken oder einer Plane die Wurzeln abdecken und der Baum hätte sich gefreut)“

Fredy Puchalski ist sehr verärgert. Er findet es Schade, dass man in Elmstein nichts für die Natur übrig hat. „Was bringt „Fridays for Future“, wenn man im Kleinen nicht beginnt? Und wer so mit der Natur umgeht, der geht womöglich auch so mit seinen Mitmenschen um.“

Mit einem Mahnbrief wird sich Puchalski an die zuständigen Stellen wenden.

 

Iggelbacher Kreisel im Frühjahr 2020

 

 

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