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Landkreis Bad Dürkheim in Warnstufe „Rot“

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Seit heute erreicht der Landkreis Bad Dürkheim nach dem Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz die Warnstufe „rot“ (mehr als 50 Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner). Der 7-Tages-Inzidenz liegt bei 76,9.

Der Landrat ist mit dem Leiter der regionalen Task Force, Detlef Placzek, im permanenten Austausch.  Da sich die Entwicklung hin zur roten Warnstufe in den vergangenen Tagen abgezeichnet hatte, hat der Landkreis Bad Dürkheim bereits eine Allgemeinverfügung mit Maßnahmen für diese Warnstufe vorbereitet. In der Abstimmung mit dem Leiter der Task Force wurde jedoch auch beschlossen, die heutigen Beratungen von Bund und Ländern abzuwarten.

„Wir haben für eine landesweit einheitliche Regelung plädiert“, so Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. „Der Flickenteppich an Maßnahmen war schwer zu vermitteln. Insofern ist es begrüßenswert, dass einheitliche Regelungen beschlossen wurden.“ Dennoch wird sich am Freitag die regionale Task Force erneut speziell zum Landkreis Bad Dürkheim beraten, um zu erörtern, ob spezielle Maßnahmen für den Landkreis Bad Dürkheim notwendig werden. „Zurzeit sehe ich diese Notwendigkeit jedoch nicht“, sagt Ihlenfeld. „Wenn die Maßnahmen so in Kraft treten, wie heute aus der Presse zu entnehmen war, dann gehen sie sogar noch über das hinaus, was wir im Landkreis Bad Dürkheim verfügt hätten.“ Die komplette Schließung von Gaststätten sehe er zum Beispiel kritisch.

Der Landkreis Bad Dürkheim erreichte vor etwa zwei Wochen die Gefahrenstufe „orange“. Weitreichende Maßnahmen waren zunächst nicht beschlossen worden, weil sich die Neuinfektionen klar auf ein Infektionsgeschehen (eine Familienfeier außerhalb des Landkreises) zurückführen ließen. Die Kontrollen zur Einhaltung der Quarantäne und Beachtung der Hygieneregeln wurden verschärft. „Inzwischen haben wir jedoch ein diffuses Infektionsgeschehen, wie wir es überall in Deutschland beobachten können. Ansteckungen finden an vielen Orten statt. Die Verbreitung des Virus hat zugenommen und damit auch die Gefahr, die davon ausgeht.“ Im Gegensatz zum Frühjahr hätten die Menschen wieder wesentlich mehr Kontakte, was die Nachverfolgung aufwendig mache. „Wir haben darum das Personal im Gesundheitsamt aufgestockt und mittlerweile auch die Hilfe der Bundeswehr angefordert.“ Dass der Landkreis „rot“ werde, war abzusehen. „Wir haben daher alles vorbereitet, uns aber mit dem Leiter der Task Force so beraten, dass wir die Bund-Länder-Beschlüsse abwarten, um nicht etwas zu verfügen, das kurze Zeit später überholt ist. Dies trägt nicht zur Akzeptanz der Maßnahmen bei. Außerdem sind einheitliche Regeln zu begrüßen.“

Der Landrat appelliert erneut an die Bürgerinnen und Bürger: „Warten Sie bitte nicht, bis die neuen Regelungen offiziell in Kraft sind. Reduzieren Sie Ihre Kontakte, halten Sie Abstand, tragen Sie Maske. Lüften Sie regelmäßig und beachten Sie die Hygieneregeln. Meiden Sie Menschenansammlungen. Es fällt uns allen schwer und es wäre mir selbst auch lieber gewesen, wenn keine drastischen Maßnahmen notwendig geworden wären. Aber wir müssen jetzt alle besonders auf uns und unsere Mitmenschen achten.“

Task Force
Zur regionalen Task Force zählen der Landrat, Vertreter/innen der Kreisordnungs- und Gesundheitsbehörde, sowie unter anderem von Gesundheitsministerium, Bildungsministerium, Polizei, ADD und Landkreistag. Vorsitzender ist Detlef Placzek, Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung.

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