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Mammut-Projekt in der Gemeinde Lindenberg

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Klimafolgenanpassung, Klimaschutz mit der Renaturierung des Schlangentalbaches und Entwicklung eines Klein-Nahwärmenetzes sowie eines Stromverbundes in der Ortsgemeinde Lindenberg. Dieses Mammut-Projekt wurde von Ortsbürgermeister Reiner Koch und Philipp Fuchs bereits im Juli 2018 initiiert. Schon damals forderten wir einen Sanierungsplan für alle Grundschulen in der Verbandsgemeinde Lambrecht aufzustellen.

Unterstützt wurden wir in beispielhafter Weise von der Energieagentur Rheinland-Pfalz, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd als Oberer Wasserbehörde, der Verbandsgemeinde des Landkreises und dem Ministerium für Umwelt, Energie und Forsten Rheinland-Pfalz. Zwei Träger, Ortsgemeinde sowie Verbandsgemeinde und die verschiedenen Behörden und Referate im Ministerium galt es zusammenzuführen und die daraus resultierenden Synergieeffekte zu nutzen und allen Beteiligten zu verdeutlichen, was gemeinsam und durch Nutzung verschiedener Fördertöpfe erreicht werden kann.
Nach zahlreichen Terminen, Überzeugungsarbeit und Arbeitssitzungen konnten wir den erforderlichen Antrag auf einen Zuschuss beim Land für eine Machbarkeitsstudie stellen. Während dieser Studie wurden die Technologievarianten, die Trasse und die Abnehmer geklärt. Leider war die vorläufige Studie so mangelhaft, dass wir eine zweite Studie in Auftrag geben mussten. Für diese Studie konnte Philipp Fuchs den Geschäftsführer der Energie-Dienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe mbh Herrn Zeis gewinnen. Die EDG wurde mit dem Energy Efficiency Award 2019 von der Deutschen Energieagentur ausgezeichnet und kommt aus der kommunalen Familie.

Als Ergebnis kam heraus, dass sich das Projekt trägt und wirtschaftlich ist. Konkret sollen die Grundschule, das Dorfgemeinschaftshaus, die Feuerwehr, die Turnhalle sowie die gemeindeeigenen Wohnungen mit Wärme durch eine Heizung, die mit Pellets gespeist wird, versorgt werden. Durch eine Heizung, die fast CO²-neutral ist, werden wir die gesteckten Klimaziele des Landes erreichen.

Als Synergieeffekt soll eine Solaranlage mit 39,5 KW Leistung verbunden mit zwei Akkus zur gemeinsamen Stromversorgung beitragen. Durch das Geschäftsmodell der größten Online-Strom- Community in der Bundesrepublik Deutschland entstehen somit keine Stromkosten mehr. Im Gegenteil, wenn unsere Grundschüler das zu Verfügung stehende Stromkontingent nicht verbrauchen, erhält die Gemeinde eine Rückvergütung, die der Grundschule zur Verfügung gestellt werden kann. Dies trägt dazu bei, dass unsere Kinder schon im Grundschulalter lernen Energie zu sparen, Fridays for Future direkt gelebt.
Als weiteren Synergieeffekt wird ein Teil des alten Bachrohres für die Verlegung der Fernwärme und Stromleitung genutzt. Somit werden hohe Tiefbaukosten eingespart.

Aber auch für den Krisenfall sind wir in dem neuen Gemeindezentrum zusammen mit der Feuerwehr gut aufgestellt. Durch die geplante Insellösung mit Sonnenstromakkus können wir eine Stromversorgung bei einem Netzausfall sicherstellen.

Nach fast zwei Jahren erhalten wir nun das positive Ergebnis für unser Projekt.

Zuvor machte uns die Kommunalaufsicht des Landkreises Bad Dürkheim Probleme. Durch die Auflagen seitens der Kommunalaufsicht, dürfen die Orts- und Verbandsgemeinden nur noch Projekte in Angriff nehmen, bei dem der Zuschuss mindestens 60% beträgt. Da aber unsere Ministerpräsidentin, der Landrat und der zuständige Staatssekretär im Ministerium uns weitere Unterstützung zugesagt haben, forcierten wir weiter das Projekt. Ein weiteres Treffen wurde dann bereits Anfang Juli im Ministerium geplant, mit dem Ziel, die Förderquote des Projektes zu erhöhen. Ortsbürgermeister Reiner Koch, Jan Bödeker von der Energieagentur Rheinland-Pfalz und Philipp Fuchs machten am 25.08.20 auf die im Ministerium nicht bekannten Förderprobleme aufmerksam. Eine Anregung aus dieser Besprechung wurde nun in die ZEIS-Richtlinien mit aufgenommen und eingearbeitet. Die neue Gesamtförderquote von Bundes- und Landesmitteln wurde auf 60 % erhöht.

Des Weiteren hat nach fast zwei Jahren auch der Verbandsgemeinderat einstimmig entschieden, dass eine Machbarkeitsstudie zur Renaturierung des Schlangentalbaches in Auftrag gegeben wird. Bei einer Besprechung zu diesem Projekt wurde auch die Idee für ein Hochwasserschutzkonzept für die Verbandsgemeinde geboren. Diese Renaturierung soll die Aktion „Blau Plus“ und die „Aktion Grün“, beides Förderprogramme, verbinden und unseren Ort zusätzlich aufwerten.

Eine Kombination von Ökologie und Ökonomie durch eine ganzheitliche Kombination ist ein Alleinstellungsmerkmal in Rheinland-Pfalz.

Dieses Projekt wird nun nach Abschluss aller Planungen inclusive der Förderung durch den Bund und das Land dem Ortsgemeinderat Lindenberg sowie dem Verbandsgemeinderat von Herrn Zeis und Philipp Fuchs präsentiert. Es obliegt beiden Räten, die Arbeit zu beurteilen und eine Entscheidung zu treffen die zukunftsweisend ist. Durch die Verbindung verschiedener Maßnahmen und Fördertöpfe haben wir nach langem Ringen ein weiteres Leuchtturmprojekt in unserer Verbandsgemeinde initiiert.

An dieser Stelle nochmals einen besonderen Danke an den Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie und Forsten Rheinland-Pfalz Herrn Dr. Griese für die große Unterstützung.

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