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Außergewöhnliche Benefizveranstaltung in Lambrecht

In der Klostergartenstraße in Lambrecht hat die Firma Jola Spezialschalter GmbH & Co. KG in der ehemaligen Tuchfabrik Gebrüder Haas ihren Sitz. Im letzten Jahr beschloss Lars Mattil, Geschäftsführer der Jola GmbH, in den Gebäuden nicht mehr nur elektrotechnische Geräte zu produzieren, sondern leerstehende Räume auch anderweitig zu nutzen. Dabei sollte vor allem der im Jahr 1907 in der Klostergartenstraße errichtete Nordbau aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. Das Fabrikgebäude eignet sich hervorragend als Eventlocation für Foto- und Filmaufnahmen, Konzerte, Ausstellungen und Vieles mehr.

Nach einigen erfolgreichen Foto-Shootings im Nordbau fand dort am 17. September anlässlich des 70-jährigen Betriebsjubiläums der Jola GmbH eine außergewöhnliche Benefizveranstaltung mit dem Titel „Die Kinder von Fukushima“ statt. Geboten wurde eine künstlerische Collage, in der (nicht nur) die atomaren Katastrophen in Hiroshima, Tschernobyl und Fukushima in einen Zusammenhang mit dem Ukrainekonflikt gestellt wurden. Kooperationspartner des Events war die protestantische Kirchengemeinde Lambrecht-Lindenberg, vertreten durch Pfarrer Martin Groß.

Empfangen wurden die Besucher in einem außergewöhnlichen Ambiente: der alten, stilvoll illuminierten Fabrikhalle im ersten Stockwerk des Nordbaus. Ausgestellt waren Skulpturen des Grünstadters Johannes Peter. Der Künstler zeigte zudem während der Veranstaltung eine großformatige Videoinstallation. Nach Grußworten von Mattil und Groß stellte Matthias Blitt kurz den Verein Hilfe im Tal e.V. vor. Die Spenden der Veranstaltung gingen ohne Abzüge an den Hilfeverein, der aus einer Privatinitiative zur Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge entstand. Die zahlreichen Besucher konnten sich über das folgende Programm freuen:

• Japanische Kunstlieder, vorgetragen von den ausgebildeten Sopranistinnen Rie Mattil und Kei Suzuki mit ihren außergewöhnlichen Stimmen
• Virtuose Klavierbegleitung von Genya Kai
• Rezitationen von Haikus, japanischen Kurzgedichten, von Nordkorea Howoldt-Nagai und Hans-Jürgen Howoldt
• Interviewtexte von Zeitzeugen der Fukushima-Katastrophe, gelesen von Wolfram Blank
• Gemeinsame Gesangsdarbietung beider Sopranistinnen zusammen mit Blank, Lars Mattil und Pfarrer Groß

Das ungewöhnliche, zeitweise auch mahnende Programm sowie die – im positiven Sinn – aus dem Rahmen fallenden Lieder und Rezitationen begeisterten alle Anwesenden. Die Künstler wurden für dieses kulturelle Highlight mit viel Zwischenapplaus und frenetischem Beifall belohnt.

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