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„Sind die Lichter angezündet“

Tolles Konzert des Kurpfälzischen Singkreises Elmstein zu seinem 55 jährigen Jubiläum

Der Beginn des Konzertes war sehr ergreifend und mancher Besucher bekam eine Gänsehaut . Der Chor stimmte den 4 stimmigen Hymnus „Alta Trinita Beata“ eines anonymen italienischen Komponisten vor der Kirche an und sang den ersten Teil zur Überraschung der Konzertbesucher durch die geöffneten Kirchentüren. Dann ging der Singkreis singend durch den Mittel- und die Seitengänge zum Altar und beendete dort den Hymnus.

Anschließend bot der Chor die Deutsche Messe von Franz Schubert aus dem Jahre 1826 dar.

Musikalisch ist die Deutsche Messe von schlicht-eingängiger Melodik und gleichmäßiger Rhythmik geprägt. Ihre 8 Gesänge sind strophisch und homophon gehalten. Die Texte der Deutsche Messe rücken den Menschen mit seinen irdischen Sorgen und Nöten ins Blickfeld.

Der Chor verstand es, alle 8 Gesänge mit angepasster Dynamik überzeugend und stimmlich sauber darzubieten. Hervorzuheben sind die sauberen hohen Sopranstimmen, der schöne dunkle Alt und die ausgewogenen dezenten Männerstimmen.

Den 2.Teil des Konzertes eröffnete als Gastchor der MGV „Sängerlust“ Elmstein. Der Männerchor überzeugte durch einen ausgewogenen Chorklang im Forte wie im Piano. Hervorzuheben ist der tolle Übergang vom Forte zum Piano bei dem Evergreen des Chores „Weihnachtsglocken“ von H. Sonnet, wo dem Chor der Schlusssatz „Stille Nacht“ hervorragend gelang. Bei dem Chorsatz „Heiliger Abend“ von R. Pappert, dessen Text 1942 in Gefangenschaft in Russland entstand überzeugten Frank Güllich und Klaus Zimmermann als Solisten. Toll war die rhythmische Darbietung des “ Kleinen Trommeljungens“ von M. Bühler. Auch für die gelungenen Darbietungen des polnischen Weihnachtsliedes “ Als die Welt verloren“ von H. Paulsen und von „Jubilate“ von F.Biebl“ bekam der Chor großen Beifall.

Den Schluss des Konzertes gestaltete wieder der Kurpfälzische Singkreis. Hier zeigte er, was ihn in den 55 Jahren seines Bestehens bestimmt und ausgezeichnet hat und was ihm sein Gründer Luitpold Zwing sen. mit auf den Weg gegeben hat : “ Das Singen von Liedern verschiedener Nationen und dadurch einen Beitrag zu leisten zum Verstehen ihrer Menschen“.
Als erstes sang der Chor “ Sind die Lichter angezündet“ in einem Chorsatz von S.Bergmann, das eines der beliebtesten Weihnachtslieder in der DDR war.

Weiter ging die musikalisch weihnachtliche Reise des Singkreises durch Europa mit „The First Noel“ von J. Stainer(England) zu „Good King Wenceslas“ traditional aus Polen und „Carol of the Bells“ von M. Leontovic. Dieses ursprünglich ukrainische Volkslied erreichte seine Popularität durch den Film „Kevin-Allein zu Hause“.Bei allen Liedern zeigte der Chor seine Fähigkeit internationale Chorsätze auch in der Originalsprache zu präsentieren. Alle Chorsätze wurden vom Singkreis rhythmisch und dynamisch hervorragend gestaltet.

Zum Schluss des Konzertes bedankte sich H.Schmidt, der älteste Sänger des Kurpfälzischen Singkreises, bei Judith Bergmann, der Chorleiterin der beiden Chöre und Enkelin des Chorgründers für das gelungene Jubiläumskonzert.

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