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Von 7 bis 70: Bezirkskonzert der Posaunenchöre in Appenthal

Die Posaunenchöre des Kirchenbezirks Neustadt waren am Sonntag, 23. Juni 2034 zu einer geistlichen Abendmusik auf den Appenthaler Kerweplatz „in de Rawegass“ gekommen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer bekamen ein Programm zu hören, das auch einige Hits vom DEPT, dem deutschen evangelischen Poasunentag in Hamburg aufwies. „Mittenmang“, also „mittendrin“ war dort das Motto, unter dem sich im Mai mehr als 17 000 Bläser versammelt hatten. Ein heiterer, warmer Sommerabend begleitete die Appenthaler Darbietungen. Sie boten manch lärmgestressten Fussballohr dynamisch fein abgestufte, zuweilen samtweiche Bläserklänge: Ohrerholung pur, angeleitet vom Chef der pfälzischen Posaunenarbeit, Matthias Fittich.

„Fassungslos“, so Matthias Fittich, könne man sein angesichts der Nachwuchsarbeit im Appenthal-Elmsteiner Posaunenchor „Soli Deo gloria“. Tatsächlich kämen da jede Woche über 30 Mädels und Jungs von 7 Jahren (!) aufwärts zur Probe mit Thomas Rottmayer zusammen, ein starkes Zeichen für die Zukunft der Bläserarbeit landeskirchenweit.

Das Stück „leichte Welle, bei Ebbe“ von Werner Petersen forderte den Nachwuchs heraus, sein wachsendes bläserisches Können zu beweisen. Am Schluss gab es für alle, die ü70-Bläsergeneration eingeschlossen, sogar lautstarke „Zugabe, Zugabe“- Rufe. Klar: „Wellermann“ von Nathan Evans musste jetzt kommen: Ein rauher Walfang-Shanty zum Mitsummen und -klatschen, dazu Vogelgezwitscher und mittendrin und auch dabei fröhliche Spielplatzkinder auf Rutsche und Schaukel. Die Wellermanns, sprich die ganze Bezirksbläser-Band, versprach ihr Kommen zur nächsten Appenthaler Kerwe 2025, worüber sich Kerwepräsident Matthias Vorstoffel hocherfreut zeigte. Er und seine Mannschaft hatten übrigens den Bläsertag mit allem „Drum und Dran“ organisiert. „Recht schönen Dank“ würde man in Hamburg gesagt haben, in Appenthal geht das kürzer: „Dankschää“, großes „Dankschää“. Pfarrer Martin Groß, selbst aktiver Sänger und Bläser, trug zwischendurch Nachdenk-Lesungen aus Reden von Martin Luther King vor. Wer erinnerte sich da nicht an die Stimme des Friedensnobelpreisträgers, sein heute wie damals (1968) gültiges: „I have a Dream“. Seine Vision, dass den Kriegstreibern dieser Welt von der friedliebenden globalen Menschheitsfamilie endlich die Waffen aus der Hand geschlagen würden.

2 Gemeindelieder, von wohlklingen Intonationen vorbereitet, wurden gemeinsam gesungen. Die Kollekte, von den Bläser-Kids in ihre Instrumentenkoffer hineingesammelt, kam der erwähnten vorbildlichen Appenthal-Elmsteiner Posaunenarbeit zugute. Man konnte feststellen, dass es Scheinwerfer nicht nur beim Flutlicht-Fussball gibt.

 

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