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Entlang der Saar

Mehrtageswanderung des PWV Esthal e.V. vom 10. – 13. Mai 2018

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Die Saar entspringt als Rote und Weiße Saar am Fuße des 1008 Meter hohen Donon in den Nordvogesen. Bereits nach einigen Kilometern vereinen sich die beiden Flüsse zur Saar. In einem rund 235 km langen Flusslauf fließt sie von von Süden nach Norden. Bis Sarreguemines fließt die Saar durch Frankreich, bis kurz vor Saarbrücken ist sie Grenzfluss zwischen Deutschland und Frankreich. Bei Saarhölzbach verlässt sie das Saarland wieder und fließt auf rheinland-pfälzischer Seite, zum Teil als Grenzfluss zu Luxemburg, bis Konz bei Trier, um sich dort mit der Mosel zu vereinen.

Die Wanderfreunde des Pfälzerwald-Vereins Esthal hatten es sich zur Aufgabe gemacht, den Fluss auf weiten Teilen durch das Saarland zu begleiten.
Im Jahr 2016 startete das Projekt mit dem ersten Vier- Tage-Abschnitt. Durch vorwiegend landwirtschaftlich genutztes und ebenes Profil führte der Saarwanderweg ausgehend von Saare-Union durch das elsässische Grenzgebiet. Die Gegend um Forbach und Saarbrücken wurde ebenso erkundet wie die ehemaligen Schlachtfelder des ersten Weltkriegs bei Spichern. 2017 folgte die Teilstrecke zwischen Saarbrücken und Merzig. Quartier für den Teilabschnitt wurde in Saarlouis bezogen. Die Topografie war hier deutlich anspruchsvoller. Steile Anstiege und kühle Walder wechselten sich mit weiten Feldern ab. Besonderer Höhepunkt war die Werksbesichtigung der Fa. Saarstahl in Völklingen. Über Rehlingen ging es hoch zur Siersburg und weiter über Teile des Saar-Hunsrück-Steigs auf die Traumschleife „Vauban-Steig“. Diese „Traumschleifen“ genannte Abschnitte sind besonders reizvoll.

In diesem Jahr stand vom 10. – 13. Mai nun der letzte Abschnitt an der Saar im Pflichtenheft. Ruhedomizil war das Hotel Mettlacher Hof in Mettlach. Den Ort Mettlach verbinden viele mit dem Traditionsunternehmen Villeroy & Boch, Hersteller erlesender Porzellane und Sanitärkeramik. Die weitläufigen Produktionsanlagen bestimmen das Profil der rund 12.000 Einwohner großen Stadt an der Saarschleife. Empfehlenswert sind der Besuch des Porzellanmuseum im alten Schloss und eine Schifffahrt zur Moselschleife. Doch hierfür blieb uns leider keine Zeit.

Nach der Anreise hieß es gleich die Wanderschuhe zu schnüren. Ausgehend von Merzig führte der Weg bei leichtem Nieselregen vorbei am Wolfsgehege über den OT Besseringen der Saar entlang zur Burg Montclair. Diese Burg liegt mittig auf einem Bergsattel und bietet einen einmaligen Blick auf die Aussichtsplattform der Cloef und den neuen Baumwipfelpfad bei Orscholz. Nach zünftiger Rast wurde das Quartier erreicht, nicht ohne vorher dem nahen Brauhaus in Mettlach einen Besuch abzustatten. Am zweiten Tag ging es zunächst eben der Saar folgend, vorbei an der Schleuse Mettlach zum Saarbogen. Ein steil ansteigender Saumpfad führt zur berühmten Aussichtsplattform Cloef (Klippe), von der sich ein beeindruckendes Panorama auf die Saarschleife und die gegenüberliegende Burg Montclair bietet. Seit 2016 wird dieser Aussichtspunkt noch gekrönt. Ausgehend vom Besucherzentrum in Orscholz wurde mit Fördermittel der EU ein 1.250 Meter langer Baumwipfelpfad errichtet, der sich bis zu 23 Meter Höhe durch die Wipfel von Buchen, Eichen und Douglasien in Richtung Saarschleife schlängelt. Gekrönt wird das Bauwerk von einem 42 Meter hohen Aussichtsturm, der weite Blicke ins Saarland, nach Luxemburg und nach Frankreich bietet. Der Rückweg führte der Tafeltour und dem Kaiserweg folgend nach Taben-Rodt zum Bahnhof. Am Samstag, dem dritten Tag stand dann die Königsetappe auf dem Plan. Weniger die zu bewältigende Strecke als das Profil machten den Teilabschnitt zu etwas Besonderen. Ausgehend vom letzten Endpunkt in Taben-Rodt ging es zunächst schlems von der Saar hinauf zum Kasteler Felsenpfad, einer der sog. Traumschleifen des Saar-Hunsrück-Steigs. Vorbei an imposanten Felsen, führte der Pfad in anspruchsvollem Profil zur Kasteler Klause, einer alten Einsiedlerkapelle, die wohl auf keltischen und römischen heiligen Plätzen errichtet wurde. Vorbei an weiteren beeindruckenden Felsen und diversen Kapellen führte Wanderführer Alfred Kuhn und sein Adjudant Roland Konrad die müde Wanderschar in das idyllische Städtchen Saarburg mit seinem beeindruckenden Wasserfall mitten im Ortskern. Eine Eispause kam wegen der schwülen Witterung gerade gelegen. Eigenmächtig wurde der weitere Teil der Wanderung abgebrochen. Da halfen auch keine guten Worte des Wanderführers etwas. Per Bahn ging es zurück nach Mettlach. Die eingesparte Zeit wurde dann wieder im Brauhaus „versoffen“.

Der letzte Tag begann mit Starkregen und „stand auf der Kippe“. Doch Petrus hatte ein Einsehen und nach dem Frühstück und Besichtigung der Grablege der Familie Villeroy & Boch in Mettlach, konnte die Wanderung fortgesetzt werden. Ausgehend vom Bahnhof Schoden ging es zum „Ausklingen“ auf dem Saarradweg bis zur Saarmündung in Konz. Den letzten Teilabschnitt absolvierten 18 Teilnehmer. Insgesamt wurden an den vier Tagen 76 Kilometer erwandert.
Das „Projekt Saar“ ist damit abgeschlossen. Alfred Kuhn ist für neue Aufgaben bereit. Man munkelt, das er als nächstes den Flusslauf des Amazonas oder des Nils im Auge hat 😉 Lassen wir uns überraschen!

PS: Die detaillierten Berichte zu den Teiletappen 2016 und 2017 finden Sie unter pwv-esthal.de, Presseberichte.

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