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Von Neustadt über Haardter Schloß zum FH Silbertal

Tageswanderung des PWV Esthal e.V.

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Acht Teilnehmer fanden sich zur Wanderung am Saalbau ein. Unter der profunden Leitung von Harald Gessner führte die Tour zunächst durch die fast menschenleere Friedrichstraße und den Park der Villa Böhm hoch nach Haardt. Dass man mit Wein dereinst viel Geld verdienen konnte (und wohl noch kann), zeigte sich an den herrschaftlichen Anwesen entlang des Weges.

Über ein besonderes Highlight der Wanderung konnte Gabi Gessner referieren. Hinter der ehemaligen orthopädischen Fachklinik Haardt verbirgt sich ein Kulturschatz der Stadt Neustadt. Ursprünglich wurde der derzeit als Asylbewerberunterkunft genutzte Hubhof vom Weingutsbesitzer Wolf aus Wachenheim um 1840 erworben und als Sommersitz ausgebaut. Dahinter ließ er den englischen Gartenbauern folgend einen Landschaftspark anlegen. Mit künstlichem Wasserfall, einer Eremitage und einem „Schweizerhaus“, durchzogen von vielen Naturpfaden und Aussichtsplattformen, erstreckt sich die Anlage über mehr als 5 ha hoch über den Haardtrand. 1882 ging das Wolf’sche Anwesen incl. des Waldparks durch Schenkung an das Weingut Bürklin-Wolf über.
(Quelle: “Wanderführer Weinbiet“ von Reinhard Kermann/Alfred Sitzmann)

Nach einem jahrzehntelangem Dornröschenschlaf, in dem die Anlage verfiel und von der Natur zurück erobert wurde, erwarb die Stadt Neustadt 2015 das Anwesen. In Zusammenarbeit mit dem städtischen Forst und dem Arbeitskreis „humanitäre Hilfe für Asylbewerber“ wurden in der Anlage Wege freigeschnitten und erste Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Von den ehemaligen Plattformen lässt sich erahnen, welche erhabenen Aussichten sich über die Rheinebene, bis hin zum Kraichgau und Schwarzwald zeigten. Vielleicht besteht die Möglichkeit die Anlage zukünftig weiter zu rekonstruieren und mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.

Voller Eindrücke setzte die kleine Schar den Weg fort. Über den Wilhelmsplatz und über verschlungene Pfade entlang des Haardtrands, am Fuße des Weinbiets, wurde zur Mittagszeit das Forsthaus Silbertal angelaufen. Nach vorzüglicher Stärkung hieß es „Fahrt auf nehmen“. Durch das Gimmeldinger Tal entlang des Mussbaches wurde das „Gessner’sche Anwesen“ avisiert. Nach einer „Schorlestärkung“ traten die Wanderer die Heimreise an. Insgesamt 16 km und rund 300 hm standen auf der Wanderuhr. Pünktlich zum Anpfiff des ersten WM-Spiels mit deutscher Beteiligung waren die Wanderer zu Hause.

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