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Mehrtageswanderung des PWV Esthal e.V. vom 26. – 28. Mai 2017 im Saarland (2.Teil)

Im vergangenen Jahr wurde der erste Teil der Saarwanderug von Sarre-Union bis Saarbrücken „bewandert“.  In diesem Jahr folgte die Teilstrecke zwischen Saarbrücken und Merzig. Als Quartier wurde diesmal der Lothringer Hof in Saarlouis ausgewählt. Mit der Unterbringung und vor allem dem gastronomischen Angebot in diesem Haus waren die 18 Teilnehmer sehr zufrieden.

Die erste Tagesetappe startete sogleich nach der Ankunft in Saarlouis mit einem Zugtransfer nach Völklingen. Von dort hieß es, die ersten 23 km „unter die Füße zu bekommen“. Ziel war das Europadenkmal an der französischen Grenze bei Berus. Die Strecke führte teils über „Waldautobahnen“, aber auch verschlungene Trails, vorbei an einem Wildgehege. Erste Rast wurde am Warndtweiher gemacht. Weiter ging es durch schmucke Ortschaften, kühle Wälder und weite Felder.

Der zweite Tag begann mit einer sehr interessanten Werksbesichtigung der Fa. Saarstahl in Völklingen. In rund drei Stunden wurde  durch einen kompetenten Werksführer die Besonderheiten der Stahlherstellung erklärt und bei einer Werksbesichtigung konnte sich jeder ein Bild über die harten Arbeitsbedingungen in einer „Hütte“ machen.  Im Saarland gibt es die geflügelten Worte  „um zwölf gebb gess!“ und „gschafft iss glei“. Diesem Motto folgend stärkte sich die Wandergruppe vor der kommenden Aufgabe mit einem „Fläschkeesweck“ oder ähnlichen gesunden Spezereien um die folgenden 16km zu überstehen.  Von Völkingen aus ging es wieder über Wanderwege nach SB-Gersweiler und SB-Burbach. Angesichts der hohen Temperaturen gab es erste Meutereien in der Truppe, die mit einer überfallartigen Einkehr bei einer Festgesellschaft nur mühsam im Zaum gehalten werden konnten.  Die Saarländer hatten ein Einsehen und so schrumpften deren Biervorräte innerhalb kürzester Zeit. Die Tagesetappe lag bei 16 km.

Am dritten Tag war die Truppe etwas dezimiert. Während die Fußkranken und Hitzegeschädigten sich die alte Festungsstadt Saarlouis anschauten, machten sich die „Eisenharten“ auf den Weg von Beckingen nach Saarlouis. Über Rehlingen ging es hoch zur Siersburg und weiter über Teile des Saar-Hunsrück-Steigs auf die Traumschleife „Vauban-Steig“. Diese „Traumschleifen“ genannte Abschnitte sind besonders reizvoll. Auf schmalen Pfaden geht es vorbei an alten Steinbrüchen, durch schattige Wälder und immer wieder bieten sich tolle Fernblicke. Über die Teufelsburg wurde am Abend das Quartier erreicht. Auf dem Tacho standen wieder 23 km.

Am Sonntag, dem Abreisetag hatte der Wanderführer ein Einsehen und kürzte wegen der schwülen Hitze die Tour auf nur noch 12 km. Von Merzig ging es entlang der Saar zum Ausgangspunkt Beckingen und von dort zurück in die Pfalz.

In diesen vier Tagen wurden insgesamt 86 km „unter die Wanderschuhe gebracht“. Die Temperaturen waren sehr heiß, aber ohne Gewitter. Was will man mehr!   Einhellig wurde das Engagement von Wanderführer Alfred Kuhn gelobt, dem es wieder einmal mehr gelangt, eine hervorragende Strecke auszuarbeiten, die komplette logistische Ausarbeitung vorzunehmen und vor allem die Gruppe stets zu motivieren und zu führen. Alfred, vielen Dank!!

PS: Der Wanderführer erklärte, daß die abgekürzte Strecke im nächsten Jahr selbstverständlich nachgeholt werden muß!

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